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22.06.15 / 08:51
Zahnmedizin

Kurioses: die Kreuzstichprothese

Zahnärztin Ute Krüger staunt nicht schlecht, als der Patient den Mund öffnet: Als dessen Oberkieferprothese auseinander fiel, nahm er Nadel und Faden und schließlich die Bohrmaschine zur Hand.



Der handwerklich und auch handarbeitlich nicht unbegabte Patient hatte sich selbst geholfen und kurzerhand seine zerbrochene Prothese geflickt! Krüger

Seitlich der Bruchstelle hatte er feine Löcher in den Kunststoffgaumen gebohrt und diese dann mit festem Garn mit perfekten Kreuzstichen zusammengenäht. Damit dieser Verbund nicht wackelt, griff er dann noch zur Heißklebepistole und brachte so beide Kunststoffteile unwiderruflich zu einer Einheit zusammen.

Clever gedacht, aber sicherlich nicht ganz so komfortabel. Wahrscheinlich hätte die Schleimhaut diese Reparaturmethode auch längerfristig nicht toleriert.

Dieser Fall wurde uns von Zahnärztin Ute Krüger aus der Zahnarztpraxis in der Republikstraße 41 in 39218 Schönebeck eingeschickt und in den zm 4 vom 16.2.2005 veröffentlicht.


Wir suchen Ihre kuriosen Fälle!
Haben Sie auch schon geklebte, getackerte oder zusammengezimmerte Prothesen oder Zähne wie diesen hier gesehen? Dann greifen Sie zur Kamera! Schicken Sie uns die Fotos (inklusive Quellenangabe) und schreiben Sie unserer Redakteurin Susanne Priehn-Küpper, welche Geschichte hinter Ihrem kuriosen Fall steckt. Die Redaktion sammelt die Fälle und veröffentlicht sie dann auf zm-online.de.

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