Jan H. Koch
14.03.13 / 14:38
Zahnmedizin

Leuchten statt strahlen

Die digitale fiberoptische Transillumination (Difoti) ist eine relativ neue diagnostische Methode. Sie wurde jetzt auf der IDS anhand von Patienten demonstriert.



Jan H. Koch

Dabei wird der Zahn mit Nahinfrarot-Licht durchleuchtet, wobei vor allem Approximalkaries, aber auch Okklusal- oder Sekundärkaries erkennbar werden.

Keine Patientenbelastung

Röntgenstrahlung tritt nicht auf, die Messungen können so oft wie gewünscht ohne Patientenbelastung wiederholt werden (Monitoring). Die Übereinstimmung mit Bissflügelröntgen und klinischem Befund (nach Eröffnung einer Dentinkaries) liegt nach einer klinischen Studie an der Universität München für Approximalkaries bei nahezu 100 Prozent. Die Technik wird als DiagnoCam von KaVo Dental angeboten.

Bei einer Patientendemonstration auf der IDS zeigte PD Dr. Jan Kühnisch, Autor der oben genannten Studie, wie sich eine Schmelz- von einer Dentinkaries abgrenzen lässt. Klare Empfehlungen, bei welchem approximalen Dentinkariesbefund invasiv behandelt werden sollte, gebe es bisher nicht.

Die Pulpa lässt sich mit Difoti nicht darstellen, so dass die relative Ausdehnung der Karies im Verhältnis zur Dentindicke nicht erkennbar ist. Wenn die Karies die Schmelzdentingrenze noch nicht erreicht hat, genügen jedoch laut Kühnisch in jedem Fall präventive Maßnahmen und auch eine zusätzliche Bissflügelaufnahme ist nicht notwendig. 


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