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25.04.17 / 13:00
Zahnmedizin

Phobiker haben eindeutig schlechtere Zähne

Menschen mit einer ausgeprägten Dentalphobie weisen ein erhöhtes Risiko für Zahnverlust und Karies auf. Das bestätigte eine neue Studie des King's College London.



Wie eine jüngst im British Dental Journal veröffentlichte Studie zeigt, weisen Menschen mit einer ausgeprägten Dentalphobie ein erhöhtes Risiko für Zahnverlust und Karies auf. Für ihre Ergebnisse verglichen Forscher des King's College die Daten von knapp 11.000 Probanden (Dental Health Survey 2009) - wobei insgesamt 1.367 Probanden (davon 344 Männer und 1.023 Frauen) als phobisch ausgewiesen wurden.

Phobiker wünschen Extraktion statt Prophylaxe

Darüber hinaus zeigte die Studie, dass Patienten mit Dentalphobie ihre Mundgesundheit vernachlässigen. Gründe sind der fehlende regelmäßige Zahnarzt-Kontrollbesuch und die Neigung dazu, sich eher für eine schnelle Therapielösung, wie zum Beisiel eine Extraktion, zu entscheiden, anstatt sich auf einen langfristig angelegten Behandlungsplan einzulassen.

Eine Dentalphobie habe zudem großen Einfluss auf die Lebensqualität sowie die physiologische, psychologische, soziale und emotionale Wohlbefinden eines Menschen, bilanzieren die Autoren. "Unsere Forschungen haben gezeigt, dass Personen mit Dentalphobie verstärkt negative Gefühle wie Traurigkeit, Müdigkeit, Mutlosigkeit und allgemeine Angst entwickeln und weniger Vitalität, dafür aber mehr Erschöpfung zeigen", erklärt  Dr. Ellie Heidari, Erstautorin der Studie. "Die schlechten Zähne bringen die Patienten in Verlegenheit und hindern sie daran zu lächeln."

The oral health of individuals with dental phobia: a multivariate analysis of the Adult Dental Health Survey, 2009, to be published 20 April 2017 in the British Dental Journal. doi:10.1038/sj.bdj.2017.361

Die vollständige Studie finden Sie hier.


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