zm
27.10.16 / 14:32
Zahnmedizin

Preisgekrönte Prophylaxe mit behinderten Patienten

Wie man die Mundgesundheit von geistig- und mehrfach behinderten Menschen verbessern kann, zeigt dieses Prophylaxe-Projekt in Berlin. Die Gesundheitswissenschaftlerin Ines Olmos (MPH), Mitarbeiterin von Special Olympics Deutschland, erhielt für ihre Public Health Masterarbeit den Wrigley Prophylaxe Preis 2016 im Bereich Öffentliches Gesundheitswesen.




In Ihrer Arbeit wertete sie die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Berliner Mundgesundheitsprogramms für Erwachsene mit Behinderungen in Wohneinrichtungen aus und wies nach, dass mit den Angeboten nachhaltige Verhaltensänderungen für eine bessere Mundgesundheit der Bewohner erreicht werden konnten. Hier stellt sie ihre Masterarbeit kurz vor:

Menschen mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderung gehören aufgrund verminderter motorischer beziehungsweise intellektueller Fähigkeiten zur Durchführung einer adäquaten Mundhygiene sowie häufig eingeschränkter Behandlungskooperativität zur Hochrisikogruppe für Karies und Parodontalerkrankungen [Schulte, Freyer, Bissar 2012; Kaschke 2008].

-------------------------------------

-------------------------------------

Zur Verbesserung ihrer Zahn- und Mundgesundheit sind lebenslang zahnmedizinische Prophylaxemaßnahmen erforderlich. Diese sollten neben der Individualprophylaxe auch gruppenprophylaktische Angebote als Basis beinhalten. Prävention und Gesundheitsförderung spielt für Menschen mit Behinderung eine maßgebliche Rolle.

Das Projekt: Betreuer sollen lernen, die Mundhygiene der Bewohner zu fördern

Das Projekt „Mundgesundheitsförderung für erwachsene Bewohner von Behinderteneinrichtungen in Berlin“ bietet aus diesem Grund ein Mundgesundheitsprogramm in Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung in Berlin an. Seit 2005 wird das Projekt durch das gemeinnützige Berliner Hilfswerk Zahnmedizin e.V. mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie organisatorischer Leitung des Philipp-Pfaff Instituts durchgeführt (2007 bis 2014).

Ziel der Maßnahme ist, die Betreuer zu unterstützen, zu motivieren und unter theoretischer und praktischer Anleitung zur Mundhygiene ihrer Bewohner fortzubilden. Fortgebildete zahnmedizinische Teams führen vor Ort in den Wohneinrichtungen gemeinsam mit Betreuern und Bewohnern praktische Zahnputzübungen, Mundhygieneinstruktionen, Unterweisungen zur Prothesenpflege und Ernährungsberatungen durch. 


Mehr zum Thema


Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können
Werblicher Inhalt