Florian Steib
13.03.15 / 14:47
Zahnmedizin

Schnarchen digital unterdrücken

Einer schnarcht, der andere wacht. Protrusionsschienen helfen, bei obstruktiver Schlafapnoe den Luftraum zu vergrößern. Die 3-D-Technik erleichtert jetzt die Schienenfertigung, aber auch Diagnostik und Aufklärung.




Die Einstellung der protrudierten Position gestaltet sich bisher schwierig. Sie ist eine Gratwanderung zwischen zu geringem Vorschub und damit zu geringer Öffnung des Luftraumes - und einer unphysiologischen Fossa-Kondylen-Relation. Mit einer DVT-Aufnahme und einer entsprechenden Software kann die richtige Position nun erstmals überprüft werden (Sicat Air).

Ein 3-D-Bild in therapeutischer Position zeigt sowohl die Gelenkposition, als auch den Luftraum, der automatisch segmentiert und farbig dargestellt werden kann. Diese Daten lassen sich anschließend mit einem 3-D-Oberflächenscan zusammenführen. Im digitalen Arbeitsfluss werden sie der CAD/CAM-Herstellung einer Anti-Schnarch-Schiene zugeführt.

Eine Verengung des Luftraumes kann aber auch primär als Zufallsbefund im Volumentomogramm auffallen. Hier kann der Patient anschaulich aufgeklärt werden. Um schwerwiegende Verläufe zu identifizieren, sollte die weitere Diagnostik in Zusammenarbeit mit einem Schlafmediziner erfolgen.
 
 
 


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