Arndt Striegler
18.05.15 / 15:58
Zahnmedizin

Wie die Zahnärzte das Beste aus ihrer Lage machen

Die britische Zahnärzteschaft hat auf die Wiederwahl des konservativen Premiers David Cameron reagiert: Sie rechnet damit, dass die Gesundheitspolitik weiterhin unter dem Vorzeichen knapper Etats stehen wird, die Zahnärzte davon jedoch sogar profitieren könnten.



Großbritannien nach der Wahl: Das öffentliche Geld bleibt knapp und trotzdem sind die Zahnärzte zuversichtlich. lukas555-Fotolia

Damit sind die Zahnärzte einige der wenigen Gesundheitsberufe, die dem Wahlausgang  durchaus einige positive Seiten abgewinnen können. Die Gesundheitspolitik war eins der wichtigsten Themen im Wahlkampf und alle großen Parteien übertrafen sich mit immer neuen Versprechungen, „Milliarden zusätzlich“ in den maroden staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) pumpen zu wollen. 

Das leere 2.5 Milliarden Pfund-Wahlversprechen

Erst kürzlich hatte der gesundheitspolitische Sprecher der politisch links stehenden Arbeiterpartei Labour versprochen, "jährlich 2.5 Milliarden Pfund" (mehr als 3 Milliarden Euro) zusätzlich in den NHS zu investieren. Kurz nach seinem Wahlsieg Anfang Mai vermied es der alte und neue Regierungschef, einen genauen Zeitplan für das versprochene Investitionsprogramm in den Gesundheitsdienst zu geben.

Immerhin bestätigte ein Regierungssprecher in London, dass die regierenden Konservativen  „acht Milliarden Pfund jährlich zusätzlich von 2020 an“ in die maroden Staatskliniken, Arztpraxen und ambulanten Versorgungsangebote stecken würden. Unklar ist, wo das Geld her kommen soll. Vor der Wahl hatte sich der Premier immer wieder medienwirksam in staatlichen Krankenhäusern und Arztpraxen fotografieren und filmen lassen.


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