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05.06.15 / 09:47
Zahnmedizin

Zahnmedizinstudent im Chefsessel

Louis Bahlmann studiert nicht nur Zahnmedizin in Bonn. Seit Februar ist er auch Unternehmer und produziert Interdentalbürsten. Über das Was, Wie und Warum berichtet er hier.




Louis Bahlmann: Wir, das ist die LUORO GmbH mit Sitz in Köln. Wir haben im Februar 2015 gegründet. Unser Team besteht aus Burak Dönmezer, Absolvent des Volkswirtschaftsstudiums der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - er macht zur Zeit an der Fernuniversität Hagen seinen Master - und mir, Louis Bahlmann, Zahnmedizinstudent der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn.

Unser Unternehmen wird vom EXIST Gründerstipendium für innovative Ideen gefördert. Wir entwickelten in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn eine neuartige Interdentalbürste, die LUORO Wingbrush. Sie ermöglicht dem Nutzer durch seine innovative Form und Funktionsweise eine einfachere, schnellere und gründlichere Reinigung der Zahnzwischenräume als herkömmliche Produkte. Dazu habe ich bereits eine Studie mit dem Universitätsklinikum für Zahnmedizin Bonn mit positiven Resultaten durchgeführt, die derzeit wissenschaftlich veröffentlicht wird.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine neue Interdentalbürste zu entwickeln?

Die Idee einer neuen Interdentalbürste entstand während des Studiums. Mir wurde klar, dass die Reinigung mit der Interdentalbürste vor allem bei Parodontitispatienten ein wichtiger Baustein für eine gute Mundhygiene, aber die Handhabung für ältere Patienten zu kompliziert ist. Also überlegte ich, wie man die Handhabung der Interdentalbürste vereinfachen kann - die Wingbrush entstand.

Dieses Interesse, Verbesserungen zu entwickeln war schon während der Schulzeit vorhanden. Durch ein Projekt der Boston-Consulting-Group bekam ich Einblick in die Wirtschaftswelt mit dem Ziel, am Ende ein Unternehmen mit einer neuen Idee gründen zu können. Wir wollten damals ein selbstleuchtendes Katzenauge auf den Markt bringen.

Nach dieser Zeit konnte ich nicht aufhören über Verbesserungen nachzudenken - eine dieser Ideen war die Wingbrush. Glücklicherweise konnte ich die Firma M+C Schiffer überzeugen die Idee voranzutreiben. Die ersten Prototypen entstanden, und die eigenen Tests sowie die invivo-Studie waren so überzeugend, dass klar war, dass dieses Produkt auf den Markt muss.

Wie kam es zu der Unternehmensgründung?

Mitte letzten Jahres konnte ich meinen langjährigen Schulfreund Burak Dönmezer von dieser Idee überzeugen und bin sehr froh, dass er nicht lange überlegt hat und sich dazu entschlossen hat, seinen Job ruhen zu lassen. Wir haben uns für das Wirtschaftsstipendium „Exist“ beworben und sind seit Oktober 2014 gefördert. Mit dieser Förderung im Rücken und dem betriebswirtschaftlichen Know-how von Burak war es möglich, im Februar diesen Jahres zu gründen und im April auf den Markt zu gehen.

Ein weiterer Punkt, welcher die Entscheidung für uns erleichtert hat, war die enge Bindung zu unserm Vertriebspartner Dent-o-care. Der Geschäftsführer war schon bei unserem ersten Treffen im Jahr 2013 von der Wingbrush und dem Nutzen für die Konsumenten überzeugt.


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