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17.06.15 / 11:00
Zahnmedizin

Zusammenhang zwischen COPD und Paro vermutet

Überall dort, wo bakteriell verursachte Atemwegserkrankungen auftreten, können auch Keime aus der Mundhöhle eine Rolle spielen. So wird auch ein direkter Zusammenhang zwischen COPD und Parodonthopathien vermutet.



Zwar ist die Datenlage noch dünn, aber erste Beobachtungen zeigten, dass Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) ebenso wie Parodontitiden in engem Zusammenhang zu neutrophilen Granulozyten stehen.

Bislang wurden nur Untersuchungen an Rauchern durchgeführt, so dass die Frage des kausalen Zusammenhangs noch nicht abschließend geklärt sei. Weil ein regelmäßiger Nikotinabusus ursächlich für beide Erkrankungen stehen kann, bestehe hier noch größerer Forschungsbedarf, schreibt Prof. Dr. Peter Eickholz, Frankfurt, in der IGZ Die alternative Nr. 1/2015. Erst dann könne man zeigen, dass die Parodontitis ein eigenständiger Risikofaktor ist. Ob eine erfolgreiche Therapie einer Parodontitiserkrankung auch wirklich das Risiko für eine Chronisch obstruktive Lungenerkrankung senkt, werde sehr schwer zu beantworten sein.


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