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14.02.17 / 11:00
Berichte

Wrigley: Leitlinie empfiehlt Kagummikauen

Die erste Leitlinie zur Kariesprophylaxe empfiehlt unter anderem das tägliche Kauen zuckerfreier Kaugummis nach Mahlzeiten.




Zur Vorbeugung von Karies kursieren so viele Empfehlungen, dass es selbst Experten mitunter schwer fällt zu beurteilen, was wissenschaftlich gesichert ist. Die erste umfassende Leitlinie zur Kariesprophylaxe schafft Klarheit. Grundlegend für die tägliche Prophylaxe-Routine sind drei Empfehlungen: Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, möglichst geringe Zuckeraufnahme und das tägliche Kauen zuckerfreier Kaugummis nach Mahlzeiten!

Was mit einer wissenschaftlichen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) im Oktober 2013 begann, mündete drei Jahre später in die erste umfassende wissenschaftliche Leitlinie zur Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) sowie der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) konsentierten insgesamt 14 Fachgesellschaften sieben grundlegende Empfehlungen1 zur Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen. Drei der sieben Empfehlungen setzen die Patienten selbst um. Idealerweise werden diese von Kindesbeinen an in der täglichen Zahnpflegeroutine verankert. Dazu zählen mindestens zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, möglichst geringer Zuckerkonsum und Kaugummikauen zur Speichelstimulation nach Mahlzeiten. Die vier weiteren der sieben Empfehlungen erfolgen individuell und direkt in der Zahnarztpraxis oder in enger Abstimmung mit ihr (s. Grafik).

Kariespräventive Wirkung wissenschaftlich anerkannt

Wie aber erklärt sich die wissenschaftlich nachgewiesene kariespräventive Wirkung des Kaugumimikauens? Wie kamen die Wissenschaftler dazu, Kaugummikauen zur täglichen Prophylaxe nach Mahlzeiten zu empfehlen?

Die an der Leitlinie beteiligten Autoren und Fachgesellschaften sichteten zahlreiche klinische Studien, in denen der kariesprophylaktische Effekt von mindestens dreimal täglichem Kauen von zuckerfreien Kaugummis untersucht wurde. So ergaben Studien bei acht- bis dreizehnjährigen Kindern nach 24 Monaten eine signifikant geringere Kariesprogression in der Gruppe mit Kaugummikauen im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Kaugummikauen. Bei sechs- bis siebenjährigen Kindern, die zwei Jahre lang Mundhygiene-Instruktionen erhielten und zusätzlich Kaugummi kauten, trat nach zwei Jahren signifikant weniger Karies auf als in der Gruppe mit alleiniger Mundhygiene-Instruktion oder in der Kontrollgruppe ohne Instruktion und ohne Kaugummikauen.

Auch systematische Übersichtsarbeiten zum Thema kommen zu dem Schluss, dass es objektiv gute bis sehr gute Nachweise gibt, dass zuckerfreie Kaugummis antikariogen wirken können. Zurückzuführen sei dies auf die Speichelstimulation, insbesondere nach den Mahlzeiten, sowie eventuell die fehlende Verstoffwechselung der in den Kaugummis enthaltenen Polyole durch die Bakterien zu Säuren, heißt es im Leitlinien-Text1.
Regelmäßiges Kauen zuckerfreier Kaugummis, insbesondere nach dem Essen oder Trinken, habe demzufolge einen kariespräventiven Effekt und verringere das Kariesrisiko. Deshalb könne es als Bestandteil der Basismaßnahmen zur Kariesprophylaxe empfohlen werden, so die Autoren der Leitlinie1.

Zuckerfreier Kaugummi – die ideale Patientenempfehlung

Das Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) unterstützt Zahnarztpraxen auf seiner Fachwebsite www.wrigley-dental.de mit einem eigenen Bestellservice. Hier sind Kaugummis zur Zahnpflege – auch im personalisierbaren Umschlag – zum Vorzugspreis sowie Patienten-Informationsbroschüren und zur Zahnpflege motivierende Comics für Kinder erhältlich. Zuckerfreier Kaugummi für zwischendurch ist das perfekte Prophylaxe-Geschenk von der Praxis an den Patienten: Er gehört zu den drei täglichen Empfehlungen zur Karieprophylaxe, ist praktisch und schmackhaft und hält so den Zahnarztbesuch in bester Erinnerung.

1Die Leitline kann unter http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/083-021.html heruntergeladen werden; eine allgemeinverständliche Patienteninformation erscheint in Kürze.


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