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09.12.15 / 06:00
Berichte

CP GABA: Erfolgreiche Webinar-Serie 2015

CP GABA veranstaltete in diesem Jahr im Rahmen der zahnärztlichen Weiterbildung vier interaktive Online-Fortbildungen. In einem breiten Spektrum von Themen der Zahngesundheit wurden den Teilnehmern exklusive Fachvorträge renommierter Referenten aus Deutschland und der Schweiz angeboten.



Dr. med. dent. Clemens Walter Foto: Dr. Clemens Walter

Ziel der Webinare ist laut Dr. Marianne Gräfin von Schmettow, Leiterin Scientific Affairs, CP GABA, den Praxisteams mit dem Angebot zeitlich entgegen zu kommen und gleichzeitig ein hohes Referenten-Niveau zu gewährleisten.

Die jeweils etwa einstündigen Webinare richteten sich an das gesamte zahnärztliche Praxisteam und konnten mit je einem Fortbildungspunkt akkreditiert werden. Der fachliche Input der Referenten wurde darüber hinaus um interaktive Elemente wie Live-Chats ergänzt.

Dentale Erosionen durch Ernährungsverhalten

Den Auftakt der Reihe bildete Dr. med. dent. Florian Wegehaupt, Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universität Zürich, mit dem Thema „Dentale Erosion“, dem durch Säuren chemisch induzierten Zahnhartsubstanzverlust. Als zentrale Ursachen für die Prävalenz dentaler Erosionen identifizierte Wegehaupt dabei unter anderem den in den letzten Jahren quantitativ deutlich angestiegenen Genuss von Erfrischungsgetränken und Fruchtsäften, aber auch bestimmte Zahnputzgewohnheiten. Hinsichtlich der Prävention dentaler Erosionen betonte der Experte die nötige Verringerung von Säureangriffen auf die Zähne ebenso wie die in Studien nachgewiesene Wirkung von Zinnchlorid- und Aminfluorid-haltigen Lösungen wie etwa der elmex Zahnschmelzschutz Professional Zahnspülung.

Dentinhypersensibilität verdient mehr Beachtung

Prof. Dr. med. dent. Christian Gernhardt, Universität Halle-Wittenberg, referierte zum Thema „Zwischen Werbeversprechen und Realität: Wirkstoffe zur Therapie von Dentinhypersensibilität“ (DHS). Bei der DHS handelt es sich um ein im Praxisalltag fast tägliches Phänomen, unter dem in Europa etwa ein Drittel aller Patienten leidet. Nach der Diskussion der zentralen Therapiekonzepte stellte Gernhardt die wichtigsten Produkte zur häuslichen sowie der professionellen In-office Anwendung vor. Für viele Patienten gewinnt dabei neben der Effektivität der Behandlung zunehmend das Bedürfnis nach Wohlbefinden in der zahnärztlichen Praxis an Bedeutung. Darüber hinaus ging Gernhardt in seinem Vortrag auch auf die Wirksamkeit der ProArgin-Technologie ein. Demnach haben verschiedene Studien bestätigt, dass durch diese neue, auf einer Kombination aus Arginin und Kalziumkarbonat aufbauende Technologie eine signifikante und langanhaltende Schmerzlinderung bei DHS erzielt werden kann - nach der aktuellen Studie von Pepelassi et al.1 sogar bis zu sechs Wochen nach einer einmaligen Applikation.

Interdisziplinärer Ansatz bei frühkindlicher Karies

Mit dem Thema „Fluoride ab dem ersten Zahn – aber wie“ richtete sich Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni, Philipps Universität Marburg, neben Zahnärzten und Praxisteams erstmals auch an Kinderärzte. Die Referentin widmete sich der Prophylaxe frühkindlicher Karies und betonte, dass diese bereits vor der Geburt des Kindes, das heißt mit der Aufklärung der werdenden Eltern, beginnen sollte. Damit kommt neben Hebammen und Geburtsvorbereitungskursen auch den Kinderärzten eine zentrale Rolle zu. Hinsichtlich der Kariesprophylaxe im Kleinkindalter stellte Jablonski-Momeni unter anderem heraus, dass die frühzeitige Gewöhnung an Zahnpflege mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta, wie etwa elmex Kinderzahnpasta, gegenüber der systemischen Fluoridierung, etwa über Lutschtabletten, eindeutig vorzuziehen ist.

Zahnärztliches Team als Lebensretter

Den Abschluss der diesjährigen Webinar-Reihe von CP GABA machte Dr. med. dent. Clemens Walter, Klinik für Parodontologie, Kariologie und Endodontologie der Universität Basel, mit seinem Vortrag zur Frage „Kann das zahnärztliche Team Leben retten?“. Im Mittelpunkt stand dabei die Untersuchung des Einflusses von Erkrankungen der Mundhöhle, wie einer Parodontitis, auf die allgemeine menschliche Gesundheit. Walter betonte dabei einen wesentlichen biologischen Zusammenhang: durch schwere und chronisch entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates werden regelmäßig Bakterien in die Blutbahn eingeschwemmt. Kann das Immunsystem diese Angriffe nicht adäquat abwehren, so kann es zu einer Ausbreitung dieser Keime über die gesamte Blutbahn und zu Erkrankungen anderer Organe kommen. Verschiedene Studien beschreiben folglich das erhöhte Risiko einer unbehandelten Parodontitis für arterielle Verschlusserkrankungen (Arteriosklerose), rheumatische Erkrankungen, metabolische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, oder auch den Einfluss einer Parodontitis auf den Verlauf einer Schwangerschaft.

Auf Grund des Erfolgs der Webinare wird die Reihe 2016 fortgesetzt. Die Webinare sind auch zu finden unter: www.gaba-dent.de/fortbildung bzw. colgate.webex.com.

Quelle:

1 Pepelassi E et al.: Effectiveness of an in-office arginine-calcium carbonate paste on dentine hypersensitivity in periodontitis patients: a double-blind, randomized controlled trial. Journal of Clinical Periodontology, 42, 37–45 (2015).


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