Thema IDS 2017
jh
20.03.17 / 19:00
Berichte

Erster Eindruck: Digital dominiert

Volldigitale Arbeitsprozesse, 3D-Druck, App-basierte Neuprodukte – der Neuheitenrundgang am IDS-Montag zeigt klar: Digitalisierung ist das dominierende Thema.




Auf der IDS 2017 in Köln bleibt die Digitalisierung weiterhin Thema Nummer eins. Die modernen Systeme sollen die Arbeit von Zahnarzt und Zahntechniker effizienter gestalten und die Behandlung für Patienten angenehmer machen, aber auch das Gesundheitsbewusstsein fördern.

In diese Richtung denkt auch Philips mit einem Atemmessgerät, das die geruchsverursachenden Bakterien in der Mundhöhle misst. Mit einer App können die Ergebnisse über eine digitale Plattform nachvollzogen und passende Tipps zur Verbesserung der Mundhygiene abgerufen werden. Auch Oral-B setzt weiterhin auf Smart-Technologie: Die Zahnbürste Genius 9000 kann ebenfalls mit dem Handy verbunden werden, um dort mithilfe einer Positionserkennung anzuzeigen, welche Stellen im Mund noch nicht geputzt wurden.

Der 3D-Druck in der Zahnmedizin war vor einigen Jahren noch kaum vorstellbar, ist jetzt aber angekommen. Die Firma Kulzer demonstriert an ihrem Stand den Drucker cara Print 4.0, der schichtweise Modelle, Schienen und Zahnersatz fertigt. Auch bei 3M spielen digital und mobil eine große Rolle. Der neue Tablet-basierte 3M Mobile True Definition Scanner lässt sich flexibel einsetzen und ist intuitiv bedienbar.

Als Vorreiter im CAD/CAM-Segment hat Denstply Sirona ebenfalls digitale Neuheiten im Gepäck. Das SICAT Air-System ermöglicht erstmals eine vollständige digitale 3D-Analyse und Therapie der obstruktiven Schlafapnoe. Eine präzise 3D-Planung in der Endodontie wiederum erlaubt die neue 3D Endo Software.

Ein weiterer erkennbarer Trend auf der IDS ist die Entwicklung der Hersteller hin zum Systemanbieter.
Das Unternehmen Hager Meisinger stellt erstmals mit My Plant II eine eigene Implantatlinie vor, um den kompletten Prozess von der fehlenden Bezahnung bis zum Implantat abbilden zu können. Unter ähnlichen Aspekt hat auch das japanische Traditionsunternehmen GC sein Sortiment erweitert. Auf der IDS präsentiert der Materialspezialist erstmals eine Polymerisationslampe. Die D-Light Pro lässt sich zur Lichthärtung und zur Diagnostik verwenden.


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