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11.05.15 / 06:00
Berichte

Heraeus Kulzer: "Die Abformung ist ein Datenträger"

Eine exzellente Abformung ist die Grundlage für passgenaue Prothetik und zufriedene Patienten. Wie diese gelingt, zeigte Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz, stellvertretender Direktor und Leiter der zahnärztlichen Propädeutik und Werkstoffkunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel, beim Kurs „Die Abformung als Informationsmedium zwischen Praxis und Labor“ von Heraeus Kulzer in Filderstadt.




Schon kleine Fehler bei der Abformung der präparierten Stümpfe und des Gegenkiefers können große Auswirkungen auf das Endergebnis haben, so Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz im theoretischen Teil des Kurses. „Die klinische Ausgangssituation zum Zeitpunkt der Abformung hat maßgeblichen Einfluss auf die Qualität. Eine sichtbare Präparationsgrenze, frei von Blut und Speichel unter Beachtung der biologischen Breite positioniert, ist ein wichtiger Schritt für eine fehlerfreie Präzisionsabformung.“ Darüber hinaus sollten die für die Abformung verwendeten Materialien und die gewählte Technik aufeinander abgestimmt sein. Für die Präzisionsabformung würden wegen ihrer materialspezifischen Genauigkeit heute vor allem additionsvernetzte Silikone, wie Flexitime von Heraeus Kulzer, und Polyether verwendet.

Wichtig ist es, die ausgewählte Technik richtig und konsequent auszuführen wobei die Doppelmischabformung besonders für wenige Pfeiler mit gut zugänglichen Präparationsgrenzen und die Korrekturtechnik für die Abformung mehrerer Stümpfe in beiden Kieferhälften die Technik der Wahl ist, so der Experte. Gerade der Gestaltung individueller Löffel komme dabei eine zentrale Bedeutung zu. Hier brauche es einen guten Kontakt zum Labor. „Sagen Sie Ihrem Zahntechniker, in welchen Bereichen präpariert werden sollen – er kann dort den Löffel entsprechend lang gestalten, damit die Präparationsgrenze sicher vom Löffel überdeckt wird.“

Korrekte Übertragung der Implantatposition

Bei der Abformung von Implantaten stehe vor allem die korrekte dreidimensionale Übertragung der Implantatposition im Fokus. „Osseointegrierte Implantate können im Vergleich zu natürlichen Zähnen selbst minimale Ungenauigkeiten nicht ausgleichen“, betonte Wenz. „Sie müssen hier entsprechend genau arbeiten.“ Bei der Abformung von Implantaten entscheidet neben der Kombination aus Material, Technik und Durchführung auch die Art der Implantat-Abutment-Verbindung über das Abformergebnis und damit über die Passgenauigkeit der späteren prothetischen Versorgung.

Im Anschluss an den Vortrag konnten sich die teilnehmenden Zahnärzte von der einfachen Handhabung des Flexitime-Systems unter anderem für die Korrektur- und die Doppelmischabformung überzeugen. Die physikalischen Eigenschaften der Flexitime Abformmaterialien von Heraeus Kulzer sichern bereits seit 15 Jahren höchste Präzision bei einem breiten Indikationsspektrum. Die verschiedenen Massen sind auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand,  optimal aufeinander abgestimmt und können für alle Abformtechniken miteinander kombiniert werden.

Jetzt für weiteren Kurs anmelden

Ein weiterer Hands-On Kurs zur „Abformung als Informationsmedium zwischen Labor und Praxis und Implantatabformung“ findet am 16. Oktober 2015 in Leipzig statt. Die Veranstaltung findet nach den Leitsätzen und der Punktebewertung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) statt. Teilnehmende Zahnärzte erhalten sechs Fortbildungspunkte. Interessierte können sich informieren und anmelden bei Janice Hufnagel, Tel. 06181–35-4041, oder via E-Mail an janice.hufnagel@kulzer-dental.com.


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