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19.05.15 / 06:00
Berichte

Permadental: "Die können Teleskope"

Zahnersatz aus dem Ausland – das nutzen viele Zahnärzte gerne für klassische Indikationen wie Einzelzahnkronen und Brücken. Hier trauen sie den Anbietern gute Qualität zu. Dr. Ljubica Rundo, Frankfurt/Main, lässt auch aufwändigere Arbeiten, etwa Teleskop-Prothesen bei Permadental fertigen.




Für welche Versorgungen nutzen Sie Zahnersatz von Permadental?

Rundo: Schon bei Semperdent – ich bin seit vielen Jahren Kundin – bekam ich eine immer bessere Qualität. Jetzt in der neuen Konstellation und unter dem neuen Namen hat es sich erneut zum Vorteil verändert. Ich lasse von Permadental viele Restaurationen herstellen, eigentlich alles, was neu gemacht werden muss. Für Reparaturen beauftrage ich aber auch mein Labor um die Ecke.

Das heißt: Sie lassen auch aufwändigere Konstruktionen wie etwa Teleskop-Prothesen bei Permadental anfertigen. Bei welchen Indikationen sind sie die richtige Wahl?

Bei teilbezahntem Kiefer (ohne ausreichenden Zahnrestbestand) ist die Teleskoptechnik eine schöne Sache. Teleskopversorgungen sind vielfältig einsetzbar und sehr variabel, sogar gaumenfreie Konstruktionen sind häufig machbar. Teleskoparbeiten irgendwann auch erweitern zu können, sorgt für eine hohe Wirtschaftlichkeit aus Patient- und Kassensicht. Meiner Meinung nach sind Teleskope außerdem eine sehr hygienische Lösung, da sie für die Patienten gut zu reinigen sind. Aus zahnmedizinischer Sicht schätze ich diese Verankerungsform besonders, weil sie eine dauerhafte Halte- und Stützfunktion für den Zahnersatz gewährleisten. Außerdem kann so der Biss richtig eingestellt werden. Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Viele meiner Patienten kommen, bedingt durch lange Zeit zahnlose Kieferpartien, mit einem nicht optimal eingestellten Biss zu mir in die Praxis. Eine sicherlich manchmal indizierte kieferorthopädische Therapie wäre für sie aber oft zu teuer. Insofern kann ich ihnen mit einer Teleskopprothese  gleich mehrfach helfen. Teleskope sind nach meiner Erfahrung auch bei Patienten mit parodontal leicht vorgeschädigtem Gebiss das Mittel der Wahl. Das ist vor allem dann der Fall, wenn festsitzender Zahnersatz nicht indiziert ist, weil nötige Voraussetzungen nicht mehr erfüllt werden. Dazu kommen auch häufig Patienten, die die Kosten von umfangreichem, festsitzendem Zahnersatz scheuen.

Worin besteht die Besonderheit der Teleskope?

Zunächst kommt es auf die genaue Indikationsstellung an. Das Vorgehen selbst ist eigentlich klassisch wie beim Zahnersatz in Form von Einzelkronen oder Brücken. Die hier nötige leicht konische Präparation ist sicher anspruchsvoll. Wenige Tage nach der Abformung der Präparation erhalte ich von Permadental die Primärkronen für die Anprobe beim Patienten, zusammen mit einem individuellen Löffel. Hier ist nun wirklich Exaktheit gefragt. Was hier nicht passt, kann später kaum korrigiert werden. Aber selbst wenn an dieser Stelle doch einmal eine Nachpräparation nötig sein sollte, hat mir das bisher noch kein Patient übel genommen. Anschließend führe ich über die Primär-Teleskope einen Überabdruck durch, und eine Bissnahme erfolgt. Diese beiden Vorgänge müssen für einen späteren prothetischen Erfolg besonders gewissenhaft ausgeführt werden. Ich halte es für sehr wichtig, dass die Okklusion in Höhe der Lippenschlusslinie erfolgt: Die Lachlinie muss positiv sein.

Einen Auslands-Zahnersatz-Anbieter für Teleskoptechniken zu nutzen, erscheint ungewöhnlich. Wie sind hier Ihre Erfahrungen?

Ich habe einige Labore ausprobiert, es wird ja viel angeboten. Natürlich spielt der Preis eine Rolle, aber letztlich muss es für den Behandler und den Patienten passen. Ich arbeite schon sehr lange Zeit mit Permadental zusammen und habe einfach sehr gute Ergebnisse gesehen. Entscheidend ist die Qualität – und zwar nicht nur bei einer einzelnen Arbeit, sondern bei jeder. Dazu kommt, dass der Service sehr unkompliziert ist: Wenn es ein Problem gibt, erreicht mich per Mail ein Foto, und wir können das besprechen. Umgekehrt kann auch ich kurz mit dem Handy ein Foto von der Patientensituation machen, es per Mail verschicken, und ich erhalte dann am Telefon sofort eine Auskunft. Ich bin auch mit der Ästhetik sehr zufrieden und weiß, dass es anderswo nicht selbstverständlich ist.

Müssen Sie für die Behandlungsdauer anders planen als mit einem deutschen Labor?

Wenn es schneller gehen muss, nutze ich schon mal im ersten Schritt Permadentals Service-Labor in Deutschland. Und dann am Ende noch das Finalisieren in Deutschland, da brauche ich, selbst mit allen nötigen Anproben, insgesamt auch nur etwa vier Wochen für eine Teleskopversorgung. Das nimmt der Patient gerne in Kauf. 

Welche Materialien ordern Sie hier in der Regel?

Ich arbeite durchgehend mit Kunststoffverblendungen. Keramik ist hier nach meinem Empfinden zu schwer und sehr empfindlich, denken Sie an die Möglichkeit des Chippings.

Falls später doch mal etwas kaputt geht, wie funktioniert es dann?

Völlig unproblematisch: ein Anruf genügt. Kleinere Reparaturen oder auch Umstellungen erledigt Permadental in seinem Service-Labor in Deutschland. Die habe ich meistens schon nach zwei Tagen wieder hier. Sollte ich mal Unterstützung direkt am Stuhl brauchen, kommt auch ein Außendiensttechniker, bei Permadental immer ein Zahntechniker-Meister, zu mir in die Praxis. 

Wenn Sie die Produkte von Permadental mit jenen von Ihrem Labor um die Ecke vergleichen: Wie schätzen Sie die Qualität von Permadental ein, und woran genau machen Sie das fest?

Ich sehe da keinen Qualitätsunterschied. Bei Permadental gibt es eine gute Qualitätskontrolle, und die ist nach meiner Erfahrung sonst nicht überall gegeben. Permadental verwendet ausschließlich deutsche Markenprodukte und gewährt Garantien zwischen drei und fünf Jahren. Ich habe das Gefühl, dass dieses Labor hinter mir als Zahnärztin steht, und das schätze ich.

Dass Auslands-Zahnersatz-Anbieter Preisvorteile ermöglichen, ist bekannt. Wie hoch fällt er hier aus?

In der Regel spart mein Patient um die 40 bis 50 Prozent Prozent der Laborkosten im Vergleich zu einer Arbeit eines deutschen Labors. Preislich bewegt sich das auf der Höhe einer reinen Modellgußversorgung aus Deutschland – also ohne Teleskope, aber dafür mit Klammern. Der Patient spürt hier den Unterschied. Primär-Teleskope aus Zirkon und Galvano-Außenteleskope, bei Permadental durchaus sehr günstig, gefallen mir und dem Patienten gut. Denn ihm geht es schließlich nicht ausschließlich um den Preis, er möchte Sicherheit. Wenn er prothetisch mit einer sehr ansprechenden Ästhetik versorgt ist, traut er sich mehr zu, ist selbstbewusster. Ich als Behandlerin kann auf jeden Fall hinter dieser Arbeit stehen.

Sie hätten einen Wunsch frei an Permadental: Welcher wäre das?

Sie könnten Preise anheben, weil sie so gut sind (lacht). Im Ernst: Ich wünsche mir, dass vor allem die Qualität auch weiterhin so bleibt. Ich bin sehr zufrieden.


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