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23.11.14 / 07:00
Berichte

Schütz Dental: Internationaler IMPLA Kongress

Schütz Dental veranstaltete den internationalen Kongress zum IMPLA System mit 80 Teilnehmern aus 13 verschiedenen Nationen. Neue Wege in der Zahnprothetik und die digitale Revolution wurden diskutiert.




Das 55. Jubiläumsjahr des IMPLA Systems nahm die Schütz Dental GmbH, Rosbach v.d. Höhe, zum Anlass für die Ausrichtung des internationalen IMPLA Kongresses Ende Oktober in Frankfurt. Die Einladung lockte 80 Teilnehmer aus 13 verschiedenen Nationen in das Westin Grand Hotel. In seinem Vortrag „Fortschritt trifft auf Tradition“ gab Michael Wierz (Leiter IMPLA) einen Überblick über die Entwicklung von der Kant-Schraube im Jahr 1959 bis zum heutigen IMPLA System, das die höchsten Anforderungen moderner Implantologie erfüllt. Wenn ein Unternehmen mit langer Tradition in die Zukunft investiert, lassen Innovationen nicht auf sich warten, und so verkündete er eine Neuentwicklung für die IDS 2015. Die Vorzüge der neuen Planungssoftware 8.0 (IMPLA 3D) für die navigierte Implantation präsentierte Dr. Massimo Ivani. Mit dem neuen 3D Grafikmodul erzielt das Programm eine noch hochauflösendere dreidimensionale Darstellung und ist zudem mit zehn Voreinstellungen konfigurierbar. Ebenfalls neu ist der ModelGuide 3.0, mit dem der Workflow in der Zahnarztpraxis nun komplett digital ist. Im Unterschied zur Vorgängerversion entfällt die manuelle Erstellung eines Gipsmodells. Darüber hinaus verfügt die Software über eine STL-Schnittstelle für den offenen Austausch mit den meisten 3D-Scannern. Ein weiteres Plus sind die offene CAD/CAM-Schnittstelle und die Kompatibilität mit Computertomograph (CT) und digitalem Volumentomograph (DVT).

Die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Implantation stellte der Leiter der katholischen Universitätsklinik Tirana (Albanien), Dr. Ermal Pashaj, vor. Seiner Meinung nach muss die Implantatplanung sehr sorgfältig erfolgen. Dazu gehören insbesondere der Röntgenbefund und ein Wax up, das sowohl dem Implantologen als auch dem Patienten eine Ergebnisvorschau ermöglicht. Auch Prof. Dr. Malkan Amhadova vom Moskauer Institut für klinische Forschung betrachtet die sorgfältige Planung als Schlüssel zur erfolgreichen Implantation. In ihrem Vortrag stellte die Leiterin der Dentalchirurgie anhand einiger klinischer Beispiele die besonderen Herausforderungen der Implantationen bei Patienten mit Knochenatrophien vor. Bei diesen Fällen hat sich laut Expertin das IMPLA System sehr gut bewährt, denn die Implantate zeigten auch bei weichem Knochenmaterial eine erfolgreiche Osseointegration. Eine Schlüsselrolle nimmt hierbei die Infektionsprophylaxe ein, denn viele ihrer Patienten hätten die Knochenatrophien durch fortgeschrittene Infektionen entwickelt. Diesen Ansatz verfolgte auch Prof. Dr. Sadulla Abakarov von der „Russian Medical Academy of Postdegree Education“ in seinem Vortrag über die Grundlagen der Behandlung mit Implantaten, die ohne gute Oralhygiene nicht erfolgreich sein kann. Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, müssen seiner Meinung nach die vier Komponenten des APIB-Komplexes (Antagonist, Prosthesis, Implant, Bone) berücksichtigt werden. Nur wenn die einzelnen Schritte genau aufeinander abgestimmt sind, erreicht der Zahnarzt eine funktionale Gebisssituation.

Ein Implantat für alle Fälle

Bei Patienten mit atrophierter Mandibula sind die Voraussetzungen für eine Implantation sehr schwierig. Für diese Fälle empfiehlt der Präsident der DGZI International, Prof. Dr. Mazen Tamimi, eine Nervverlagerung. Damit kann das Implantat am Nerv vorbei inseriert werden, der anschließend wieder ins Knochenfenster zurückverlagert wird. Einen ganz anderen Aspekt der Implantation beleuchtete Dr. Dr. Philipp Plugmann in seinem Vortrag über den Marktwert moderner Technologien in einem konkurrenzstarken Gesundheitssystem. Viele Zahnärzte neigten dazu, ihren Erfolg auf Preisnachlässen aufzubauen, um einen vermeintlichen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Dabei sind Patienten laut einer Studie der Forxess Consulting GmbH gerne bereit, für Qualität und Sicherheit durch den Einsatz moderner Technologien einen höheren Preis zu zahlen. Als Konsequenz empfiehlt er den Zahnärzten, ihrer Qualifikation angemessene Preise zu verlangen und auf die Wertschöpfungskette der Schütz Dental GmbH mit modernsten Technologien zu setzen.

Eine Versorgung mit hochwertigem implantatgetragenen Zahnersatz präsentierte Dr. Rolf Vollmer, Vizepräsident der DGZI, in seinem Vortrag über einen neuen Weg in der Prothetik. Unter Verwendung des Polymers PEEK (Polyetheretherketon) wie zum Beispiel der Tizian PEEK Blank von Schütz Dental lassen sich laut Dr. Vollmer in Kombination mit Titan gut sitzende stabile Doppelkronen fertigen, die durch den Einsatz der vorgefertigten Prothetikteile und des CAD/CAM-gefertigten Materials auch bezahlbar sind. Diese Technik löste beim Auditorium reges Interesse aus, dem neben Dr. Vollmer auch der Zahntechnikermeister Michael Anger Rede und Antwort stand. Auch nach Beendigung des Vortrags beantworteten alle Experten noch zahlreiche Fragen der Teilnehmer. Der Erfolg des Kongresses bestätigt einmal mehr die Rolle von Schütz Dental in der kontinuierlichen Entwicklung zukunftweisender Technologien.


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