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31.05.17 / 13:54
Berichte

Sylter Woche: "Verschlungene Pfade – Endodontie von A bis Z"

Die 59. Auflage des Fortbildungskongresses "Sylter Woche" läuft gerade im Congress Centrum Westerland. Die Endodontie ist in diesem Jahr das Hauptthema.




Nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet reisten etwa 1300 Zahnärzte und ihre Praxismitarbeiterinnen an, um in dieser Woche ein vielschichtiges Programm an Vorträgen und Kursen rund um das Thema „Verschlungene Pfade – Endodontie von A bis Z" zu erleben: Auch aus zehn weiteren Staaten wie Österreich, der Schweiz, Holland, Dänemark und sogar Finnland und Spanien waren Teilnehmer vertreten.

20 renommierte Referenten konnte Dr. Andreas Sporbeck, Vorstand Fortbildung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, für die Veranstaltung im Westerländer Congress Centrum gewinnen. Abgerundet wird diese durch eine umfangreiche Präsentation von insgesamt 67 Dentalfirmen. Kooperationspartner der „59. Sylter Woche“ ist die Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie.

Kritik an Bürokratie

Traditionell sparte der Eröffnungsvortrag auch Kritik nicht aus. Kammerpräsident Dr. Michael Brandt veranschaulichte dabei das Ausmaß bürokratischer Verpflichtungen für die Zahnarztpraxen: „Rechnerisch ist in jeder Praxis eine Vollzeitkraft hundert Arbeitstage im Jahr mit Dokumentations- und Informationspflichten beschäftigt“, verwies der Präsident auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes.

Im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl in Schleswig-Holstein habe die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein alle etablierten Parteien gefragt: „Welche konkreten Maßnahmen für den Rückbau von Bürokratie, staatlichen Interventionen und Reglementierungen können Sie sich im Falle der Regierungsverantwortung vorstellen, damit in den Zahnarztpraxen wieder mehr Zeit für Behandlung bleibt?“ Tatsächlich hätten alle Parteien durchaus Verständnis signalisiert und einem Abbau von Bürokratie in unterschiedlicher Ausprägung zugestimmt – „wir werden die neue Landesregierung nun beim Wort nehmen“, unterstrich
Brandt.

„Abenteuer Forschungsschiff“

Traditionell schloss ein fachfremder Vortrag den Eröffnungstag: Über das „Abenteuer Forschungsschiff“ berichtete anschaulich Professor Dr. Sebastian Krastel von der Universität Kiel. Der Geowissenschaftler lud dabei zu einer Zeitreise über drei Jahrhunderte – angefangen von den ersten hydrografischen Beobachtungen mittels Loten bis zur High-Tech-Forschung unserer Zeit.

Ein Wiedersehen in Westerland gibt es  vom 14. bis 18. Mai 2018, wenn der renommierte Fortbildungskongress zum 60. Mal stattfindet.


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