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03.05.15 / 11:00
Berichte

Carestream führt intraorale Bildgebund ins 21. Jahrhundert

Vor 120 Jahren entdecke Wilhelm Conrad Röntgen die sogenannten X-Strahlen. Wenige Wochen später fertigte Dr. Friedrich Otto Walkhoff die erste intraorale Zahnaufnahme an. Heute sind intraorale Röntgenaufnahmen aus der dentalen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Maßgeblich optimiert wurde diese Methode von Carestream Dental. Der Imaging-Spezialist hat vom ersten Kodak-Zahnfilm über die Erfindung digitaler intraoraler Sensoren bis zur Integration der WiFi-Technologie in RVG-Sensoren immer wieder neue Standards bei der intraoralen Diagnostik gesetzt.



Foto: Carestream

Das intraorale Röntgen hat sich seit seiner Entdeckung und Etablierung durch Dr. Friedrich Otto Walkhoff im Jahr 1896 zu einer der wichtigsten diagnostischen Methoden in der Zahnmedizin entwickelt. Zu den klassischen intraoralen Aufnahmetechniken gehören heute die Zahnfilmaufnahme, die Bissflügelaufnahme und die Unter- bzw. Oberkieferbisstechnik. Die Indikationen für intraorale Aufnahmen sind vielfältig: Karies, Parodontitiden, endodontische Behandlungen, Zahntraumata, Zysten, Neubildungen, vom Zahn ausgehende Resorptionen, Frakturen der Unterkieferkinnregion, retinierte Zähne oder auch Speichelsteine1 können mit diesem bildgebenden Verfahren zuverlässig diagnostiziert werden.

Entwicklungssprünge der intraoralen Röntgentechnologie

Am technischen Grundprinzip des intraoralen Röntgens änderte sich jahrzehntelang nur wenig, bis Kodak (heute Carestream Dental) 1913 erstmals Zahnfilme anbot, die statt beschichteter Glasplatten zum Einsatz kamen und deren Empfindlichkeit im Laufe der Jahre gesteigert werden konnte. Im Jahr 1982 revolutionierte dann der französische Zahnarzt Dr. Francis Moyen mit der Patentierung des Radiovisiographiesystems (RVG) die dentale Bildgebung. Der Röntgenfilm und die chemische Filmverarbeitung wurden bei dieser Technologie durch einen digitalen Sensor und eine Software ersetzt. Der Sensor wandelt die vom Röntgengerät erzeugten Röntgenstrahlen in elektrische Signale um und sendet sie ohne weitere Arbeitsschritte an den Computer. Diese Daten werden dann über eine Software am Praxis-PC als Röntgenaufnahme sichtbar gemacht. Die Röntgenaufnahme kann jetzt digital bearbeitet, ausgewertet und archiviert werden.

Die Markteinführung des weltweit ersten digitalen intraoralen Röntgensystems folgte im Jahr 1987 mit dem RVG 25000. Seitdem setzen die RVG-Sensoren von Carestream Dental immer wieder neue Standards bei digitalen intraoralen Aufnahmen. Mit der Präsentation des weltweit ersten tragbaren digitalen Röntgensystems (IMAGER) bestätigte das Unternehmen im Jahr 1994 erneut seine Innovationsführerschaft in Sachen digitaler Bildgebung. Parallel arbeiteten die Imaging-Spezialisten permanent an der Weiterentwicklung des RVG-Sensors. Im Ergebnis war 1999 mit dem RVGui der weltweit erste intraorale Sensor erhältlich, der dem konventionellen Röntgenfilm in seiner Bildqualität gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen war. Eine weitere Optimierung erlebte das RVG-System mit der Markteinführung des RVG 6100 vier Jahre später. „Der RVG 6100 liefert mit einer Bildauflösung von über 20 LP/mm die höchste Bildschärfe der auf dem Markt erhältlichen Radiografiesysteme und steigerte damit ein weiteres Mal die Innovationsgeschwindigkeit in der digitalen Röntgentechnologie“, berichtet Frank Bartsch, Trade Marketing Manager bei Carestream Dental, aus der beeindruckenden Unternehmensgeschichte. Im Jahr 2010 folgte mit dem RVG 6500 der erste intraorale Sensor, der WiFi-kompatibel ist. „Das Zeitalter des kabellosen intraoralen Röntgens war damit eingeleitet – und das bei der gleichen klaren Bildqualität wie bei dem RVG 6100“, schwärmt Frank Bartsch.

Digitales Röntgen: Über jeden Zweifel erhaben

Die Etablierung der digitalen Röntgentechnik in der Zahnmedizin ist für Praxen mit zahlreichen Vorteilen verbunden: Die Entwicklungszeit entfällt, die Bilder können innerhalb von Sekunden ausgewertet werden. Die Verfügbarkeit der Aufnahmen am PC bietet zahlreiche Nachbearbeitungsmöglichkeiten für eine verbesserte Diagnostik. So lässt sich z.B. durch Kontrastverstärkung der diagnostische Wert digitaler Aufnahmen über das Filmniveau hinaus steigern. Auch die Vermessung pathologischer Veränderungen ist möglich. Die EDV-gestützte Datenspeicherung und -archivierung sowie die unmittelbare Darstellung der Aufnahmen am Behandlungsplatz beschleunigen die Arbeitsabläufe in der Praxis, erleichtern die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und sparen nicht zuletzt Platz, da keine Röntgenbilder gelagert werden müssen. Zudem wird durch die digitale Technik die Anschaffung und Entsorgung von Chemikalien zur Röntgenfilmentwicklung obsolet.

Im Unterschied zum konventionellen Röntgenfilm zeichnen sich die digitalen Empfangssysteme durch eine höhere Empfindlichkeit aus, was kürzere Expositionszeiten ermöglicht und so die Strahlendosis deutlich verringert. Digitale Systeme für intraorale Aufnahmen reduzieren die Patientendosis gegenüber dem Durchschnitt der deutschen Praxen (6 cm, D-speed-Film) um 80 bis 95 Prozent, so die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) e.V. zur digitalen Radiographie. An der Bildqualität digitaler Röntgenaufnahmen lässt diese Stellungnahme keine Zweifel: „Im Bezug auf die Kariesdiagnostik ergibt sich aus der Literatur ein einheitliches Bild. Unterschiede bestehen daher nicht zwischen Filmen und unbearbeiteten digitalen Aufnahmen. In Bezug auf die Erkennbarkeit endodontischer Instrumente [...] [werden] die direkt digitalen Sensoren der aktuellen Generation [...] in der wissenschaftlichen Einschätzung als dem Film mindestens gleichwertig, in der digitalen Bildbearbeitung sogar als überlegen gesehen.“2

Digital intraoral röntgen mit Speicherfolien oder Sensoren

Neben der Sensortechnik etablierte sich mit der Speicherfolientechnologie eine weitere digitale intraorale Röntgenmethode am Markt. Dabei wird die Röntgenaufnahme auf einer Folie gespeichert, die in der Haptik dem Röntgenfilm ähnelt, aber ohne weitere chemische Entwicklungsschritte direkt im Anschluss an die Belichtung von einem digitalen Scanner ausgelesen wird. Der Scanner überträgt die Röntgenaufnahme an den PC, wo sie mittels einer Software ausgewertet, bearbeitet und archiviert werden kann. Das intraorale Röntgen mit Speicherfolien unterscheidet sich im Arbeitsablauf also praktisch nicht vom filmbasierten Röntgen. 2011 setzt Carestream Dental mit der Präsentation des Speicherfolienscanners CS 7600 neue Standards bei Speicherfoliensystemen. „In Sachen Bildqualität, Effizienz und Geschwindigkeit erreiche ich hier ganz neue Dimensionen. Mit dem CS 7600 kann ich alle Vorteile der intelligenten Speicherfolientechnologie nutzen, ohne meine gewohnten Arbeitsabläufe umstellen zu müssen“, berichtet Dr. Petra Huber aus Göppingen von ihren Erfahrungen mit dem Speicherfolienscanner CS 7600.

Der Innovationsführer hat mit der Integration der Speicherfolientechnologie nun Produkte und Serviceleistungen für jedes in der Zahnmedizin etablierte Röntgenverfahren – vom Kodak-Film bis zu extraoralen 3D-Systemen – im Portfolio. Mit dem CS 7200, der seine Premiere auf der IDS 2015 feierte, bietet Carestream Dental einen kompakten Speicherfolienscanner speziell für Einzelpraxen an. Praxisinhabern ermöglicht der Imaging Spezialist damit die Auswahl aus einem Komplettsortiment sämtlicher Technologien der dentalen Bildgebung. „Der Behandler kann selbst entscheiden, welches System – Speicherfolie oder Sensor – für ihn am angenehmsten ist, und erhält in jedem Fall gestochen scharfe Bilder in Carestream Qualität“, beschreibt Frank Bartsch den entscheidenden Mehrwert des ganzheitlichen Carestream Produktportfolios.

Kameras ermöglichen neue Dimension der intraoralen Diagnostik

Mit hoch patentierten technischen Lösungen, wie z.B. der Flüssiglinsen-Technologie, die sowohl in der CS 1500 als auch in der CS 1600 integriert ist, liefern Carestream Kameras noch schärfere Bilder, die sich einfacher aufnehmen lassen und mehr klinische Details bieten. Mit der CS 1500 setzte Carestream Dental als weltweit einziger Hersteller bei der drahtlosen Datenübermittlung mit der WiFi-Technologie auf ein echtes technisches Highlight. Die kabellose Kamera ermöglicht den ortsungebundenen Praxis-Einsatz. „Bei der Suche nach einer Intraoralkamera haben wir uns intensiv gekümmert, uns etliche Produkte demonstrieren lassen und uns letztlich für eine CS 1500 - also kabellos - entschieden. Das Kamerasignal reicht bei Bedarf durch mehrere Sprechzimmer/Wände in absolut ausreichender Qualität und ohne fühlbaren Zeitverzug“, berichten Dres. Karin und Andreas Petzold aus Gräfenhainichen von ihren Erfahrungen mit der CS 1500. Zahnärzte erfahren mit der CS 1500 Kamera ein neues Maß an Benutzerfreundlichkeit. Nie war es einfacher, Behandlungen zu planen und zu dokumentieren sowie Patienten mit den zu einer Therapieentscheidung nötigen Informationen zu versorgen.

Auch in der Weiterverarbeitung und Prothetik schlägt Carestream neue Wege ein

Seit der IDS 2013 hat Carestream Dental dem Behandler mit dem System CS Solutions ganz neue Wege eröffnet: Durch das offene System ist es dem Behandler freigestellt, ob Restaurationen chairside in nur einer Sitzung oder nach wie vor mit einem verbesserten Workflow durch digitale Abformung über den bewährten Weg des Labors entstehen. CS Solutions umfasst den intraoralen 3D Scanner CS 3500, der völlig ohne Puder auskommt, die CAD Software CS Restore, die Schleifmaschine CS 3000 und das Web Portal CS Connect. Zum Digitalisieren der Abdrücke lassen sich darüber hinaus die Carestream DVTs problemlos in das offene System einbinden; aufgrund des modularen Aufbaus von CS Solutions kann der Behandler sogar wählen, ob er den kompletten digitalen Workflow oder lediglich einzelne Bestandteile in die Praxis integriert.

Innovation aus Tradition

Im kommenden Jahr jährt die sich intraorale Bildgebung zum 120. Mal. „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir ohne Carestream bei der intraoralen Bildgebung nicht da wären, wo wir heute sind“, hebt Frank Bartsch die Rolle des Imaging Spezialisten bei der Evolution der zahnmedizinischen Diagnostik hervor, und kündigt an: „Wir bleiben unserer langen Tradition treu und werden auch in Zukunft mit Innovationen im Bereich Imaging und digitale Zahnheilkunde für Aufsehen sorgen!“

1 Matthias Schneider: Radiologische Bildgebung in der Zahnheilkunde. In: Zahnmedizin uptodate 5-2013, Thieme-Verlag, S. 477-501.

2 Wissenschaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) e.V.. Digitale Radiographie, Stand 10/2000.


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