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28.03.15 / 07:00
Berichte

Heraeus Kulzer: 3 Fragen an PD Dr. Martin Rosentritt

Zirkondioxid ist nicht gleich Zirkondioxid, das belegt die Studie des Universitätsklinikums Regensburg. Studienleiter PD Dr. Martin Rosentritt über die Ergebnisse der Untersuchung und deren Bedeutung für die Praxis.



PD Dr. dent Dipl. Ing. Martin Rosentritt Foto: Heraeus Kulzer

Was war das Ziel der Studie?

Wir wollten das Verschleißverhalten unterschiedlicher Zirkondioxid-Keramiken genauer unter die Lupe nehmen. Differenzieren sich die Oberflächen der drei Werkstoffe verschiedener Hersteller nach der CAD/CAM-Anwendung? Welche Auswirkungen haben etwaige Unterschiede auf den Verschleiß von Material und Antagonisten? Diese Fragen standen für uns im Fokus.

Was haben Sie herausgefunden?

Wir haben festgestellt, dass abweichende Herstellungsverfahren sowie verschiedene Fräsentypen und -strategien zu unterschiedlichen Anfangsrauigkeiten führen. So erklären wir uns die Furchenbildung an den Antagonisten zweier Proben: Wir nehmen an, dass die Gleitbewegung aufgrund der erhöhten Rauigkeit eingeschränkt ist, dadurch kommt es zu stempelartigen Abdrücken und Furchen.

Was bedeutet das für Anwender im Labor?

Zahntechniker müssen das Material kennen, das sie verarbeiten. Studien zeigen, dass ein Zirkondioxid-System mit glatter Oberfläche die Antagonisten weniger stark beschädigt. Um Verschleiß zu reduzieren, empfehle ich, die Oberflächen von Zirkondioxid-Werkstoffen generell mindestens gut zu polieren, besser noch zu glasieren und damit zu glätten. So wird die Glasur anstelle des Zirkondioxids abradiert.


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