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22.11.15 / 11:00
Berichte

Morita: AdvErL Evo vereint alle Vorteile von Lasern

EuroPerio 8: Prof. Anton Sculean, Direktor der Klinik für Parodontologie an der Universität Bern, im Interview zum neuen Er:YAG-Laser Morita AdvErL Evo.



Prof. Anton Sculean auf der EuroPerio 8 2015 in London Foto: Morita

Die EuroPerio 8, weltweit größter Fachkongress für Parodontologie und Implantologie, präsentierte vom 3. bis 6. Juni in London wieder die neuesten Forschungserkenntnisse und Innovationen beider Disziplinen. Im Rahmen dessen veranstaltete Goldsponsor Morita ein exklusives Symposium, in dem Experten zur Parodontitis- und Periimplantitis-Therapie zu Wort kamen. Im folgenden Gespräch erläutert Prof. Sculean, Direktor der Klinik für Parodontologie an der Universität Bern, die Vorteile von Moritas neuem Er:YAG-Laser AdvErL Evo.

Bereits auf der IDS 2015 in Köln kam dem High-Tech-Laser AdvErL Evo des japanischen Familienunternehmens Morita eine Hauptrolle zu, präsentierte sich dieser doch als innovative und äußerst schonende Therapieoption für parodontologische, implantologische und endodontische Eingriffe. Welche entscheidenden Vorteile Er:YAG-Laser bei der Behandlung von Parodontitis und Periimplantitis bieten, verdeutlichte Prof. Anton Sculean, Direktor der Klinik für Parodontologie an der Universität Bern, anlässlich der EuroPerio 8 in seinem Vortrag „Erbium:YAG Laser in der Behandlung von parodontalen und peri-implantären Infektionen“. So erlaubt etwa Moritas Er:YAG-Laser AdvErl Evo einen komfortablen und vor allem hochpräzisen Eingriff, der sich ohne gewebetiefe Hitzeentwicklung, Vibration und darüber hinaus nahezu schmerzfrei durchführen lässt – womit er sich zur effektiven und substanzschonenden Hart- und Weichgewebsbehandlung eignet.

Welche klinischen Indikationen decken Er:YAG-Laser bei der Behandlung von parodontalen und periimplantären Infektionen ab?

Prof. Anton Sculean: „Speziell die Dekontamination erkrankter Wurzel- und Implantatoberflächen.“

Wie unterscheiden sich Er:YAG-Laser dabei von anderen Lasern, die bei parodontalen und periimplantären Defekten angewendet werden?

Sculean: „Er:YAG-Laser sind als einzige Lasersysteme in der Lage, gleichermaßen harte und weiche bakterielle Ablagerungen mechanisch zu entfernen, ohne größere Schäden an den Wurzeloberflächen zu hinterlassen. Darüber hinaus zeigen sich biostimulatorische Effekte sowie eine deutlich beschleunigte Heilung und Knochenregeneration.“

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Vorteile des AdvErL Evo?

Sculean: „Dieses Gerät vereint alle positiven Eigenschaften von Lasersystemen, während es für den Behandler gleichzeitig einfacher anzuwenden ist. Ein großer Vorteil ist zudem die runde Applikationsspitze, die ein leichteres Vordringen in tiefe oder schmale Areale ermöglicht.“

Können Sie kurz beschreiben, wie die Entfernung des infizierten Gewebes mit dem Morita AdvErl Evo vonstatten geht?

Sculean: „Im ersten Schritt wird das mechanische Débridement der Wurzeloberfläche durchgeführt – genauer die harten und weichen bakteriellen Ablagerungen beseitigt. Daraufhin wird das Taschenepithel sowie sein koronaler Teil entfernt. Abschließend erfolgt die Biostimulation, welche die Wundheilung beschleunigt und die Knochenregeneration verbessert.“

In der parodontologischen Therapie bewirkt der AdvErL Evo Laser neben der Beseitigung des entzündeten Gewebes auch, dass die darin enthaltenen Bakterien hoch effizient bekämpft werden, was das Risiko einer Bakteriämie nahezu ausschließt. Im Bereich der Implantologie wiederum spielt der Laser seine Stärken unter anderem in der Periimplantitis-Therapie aus: Er beseitigt sowohl das entzündete Gewebe als auch die kontaminierten Beläge auf der Implantat-Oberfläche – ohne die Osseointegration zu beeinflussen.


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