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17.09.12 / 14:00
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Rosenbohrer mit selbstlimitierender Kariesexkavation

Mit dem PolyBur P1 kommt Komet dem Wunsch der Zahnärzte nach, beim Exkavieren zwischen krankem und gesundem Dentin unterscheiden zu können. Gemeinsam mit Prof. Dr. Kunzelmann, Ludwig-Maximilians-Universität München, wurde ein Rosenbohrer aus Polymer entwickelt, der ein selektives Vorgehen durch Design, Material und Funktion ermöglicht.



Während rotierende Instrumente in der Vergangenheit oft die Tendenz zur Überpräparation zeigten, steht der P1 für eine neue „intelligente“ Bohrergeneration, die sich selbst limitiert. Komet Dental

Um möglichst zahnhartsubstanzschonend zu exkavieren, galt bisher, klinisch zwischen zwei Dentinschichten zu unterscheiden: einer äußeren infizierten Dentinschicht (die nicht remineralisierbar ist und entfernt werden muss) und einer inneren kariös veränderten Dentinschicht (die remineralisierbar ist und bestehen bleiben sollte). Inzwischen weiß man, dass es sich dabei nicht um eine klare Grenze handelt, schließlich sind es Diffusionsprozesse, die einen Gradienten bilden - von der Läsion weg in Richtung unverändertes Dentin mit zunehmender Mineralisation und Härte. In diesem Gradienten muss der Zahnarzt das Ende der bakteriellen Besiedlung richtig erkennen – eine schwierige Aufgabe! Genau hier setzt der P1 von Komet an: Er findet das richtige Maß für die Exkavation selbst heraus.

Was bedeutet „selbstlimitierend“?

Die Materialhärte des P1 lässt keine Überpräparation zu, denn auf hartem, gesundem Dentin verrundet die Schneide automatisch . Das intelligente Einweginstrument bremst sich noch auf eine weitere Weise selbst aus: Es biegt sich bei zu hoher Anpresskraft durch und verformt. Dies ist das Warnzeichen für den Anwender, wenn unter zu hoher Anpresskraft gearbeitet wird.

Die klassische Indikation für den PolyBur P1 ist die weiche, pulpanahe Karies bei klinisch symptomlosen Milch- und bleibenden Zähnen. Der Schaft wurde so schlank gefertigt, dass sich das Instrument auch für Mikrokavitäten eignet.

Der P1 wird immer zusätzlich eingesetzt, das heißt: Zuerst werden die peripheren Anteile mit einem herkömmlichen Rosenbohrer bearbeitet (mit einem Hartmetallbohrer oder mit dem CeraBur K1SM). Anschließend hilft  der P1, die entscheidenden 0,5 und 0,7 mm Dentin nahe der Pulpa zu erhalten. Eröffnet er die Pulpa, so ist dies auch erforderlich. Denn dies ist ein Zeichen dafür, dass das betroffene Dentin bereits dentauriert war. Beim ersten Einsatz kann es sein, dass mehr als ein Instrument erforderlich ist, mit etwas Routine reicht dann in der Regel ein Instrument pro Kavität aus.

Der P1 ersetzt also nicht den herkömmlichen Rosenbohrer, sondern ergänzt ihn in Fällen, wo pulpanah exkaviert werden muss. Dunkel verfärbtes Dentin,  hartes remineralsierbares Dentin oder Karies entlang der Schmelz-Dentin-Grenze sind typische Kontraindikationen für den P1. In diesen Bereichen würden seine Schneiden sofort verrunden, hier sind herkömmliche Instrumente (aus Hartmetall oder Keramik) gefragt. Seine Effizienz kann durch die Kombination mit Carisolv gesteigert werden.

Das übliche Procedere – Öffnen des kariösen Zahnes mit einem Bohrer, radikale Entfernung des kariös veränderten Dentins (häufig mit einer Überpräparation verbunden), Füllung der Kavität und Ausarbeitung der Restauration – wird einer minimalinvasiven Zahnheilkunde nicht mehr gerecht. Um erhaltungswürdiges Dentin im Bereich der Pulpa zu erhalten, bedarf es in Zukunft einer wesentlich differenzierteren Vorgehensweise: der Einsatz chemo-mechanischer Methoden (zum Beispiel Carisolv oder proteolytische Enzyme) und die richtige Kombination von Rosenbohrern (herkömmliche Hartmetallinstrumente oder K1SM) und dem selbstlimitierenden PolyBur P1 erlaubt es, die Dentinschicht zu erhalten, die zwischen Füllungstherapie und Endodontie entscheidet.  Ein weiteres Plus: Der P1 wird Reinraum verpackt, also „ready to use“, geliefert.

Mehr Informationen gibt es hier.



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