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19.06.13 / 16:17
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Gute klinische Langzeitergebnisse mit TiUnite

Die Implantatoberfläche TiUnite von Nobel Biocare ist wissenschaftlich gut dokumentiert. Eine aktuell veröffentlichte Studie bestätigt gute klinische Langzeitergebnisse.



Bestens dokumentierte Implantatoberfläche TiUnite Nobel Biocare

Forschung und Entwicklung hat bei Nobel Biocare einen großen Stellenwert. Die Produkte und Behandlungskonzepte werden kontinuierlich durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen und die Erhebung von Langzeitdaten abgesichert – auch zum Wohle des Patienten.

Umfassend ist die wissenschaftliche Dokumentation der Implantatoberfläche TiUnite, die Nobel Biocare vor mehr als zehn Jahren entwickelt hat. Die jüngste Studie von Pär-Olov Östman, Mats Hellman und Lars Sennerby mit dem Titel „Ten Years Later. Results from a Prospective Single-Centre Clinical Study on 121 Oxidized (TiUnite) Brånemark Implants in 46 Patients” zeigt, dass mit oxidierten Titanimplantaten gute klinische Langzeitergebnisse erzielt werden können. Die Vermutung, dass der Gebrauch von oberflächenbehandelten Implantaten im Laufe der Zeit periimplantäre Infektionen und einen starken marginalen Knochenrückgang zur Folge haben können, hat sich in der Studie nicht bestätigt.

Material und Methode

Sechsundvierzig zahnlose und teilbezahnte Patienten erhielten 121 oxidierte Brånemark System Implantate (TiUnite, Nobel Biocare AB, Göteborg, Schweden). Vierundzwanzig (20 Prozent) Implantate wurden sofort belastet und 97 (80 Prozent) wurden im Zwei-Schritt-Verfahren gesetzt. Insgesamt wurden 22 Einzelzahn-, 23 mehrgliedrige und sieben Komplettversorgungen vorgenommen. Klinische und röntgenografische Nachuntersuchungen wurden nach drei, sechs, zwölf Monaten und danach jährlich bis zum zehnten Jahr durchgeführt. Bei diesen Untersuchungen wurde die Mundhygiene evaluiert und die periimplantäre Mukosa mittels Sondierung überprüft. Wenn erforderlich, nahmen Patienten an einem individuellen Programm für Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung teil. Der marginale Knochenverlust wurde mittels intraoraler Röntgenaufnahmen vor Behandlungsbeginn und nach ein, fünf und zehn Jahren nach Insertion evaluiert.

Ergebnisse der Studie

Ein (0,8 Prozent) Implantat versagte nach acht Jahren, so dass die Überlebensrate (SR = Survival Rate) 99,2 Prozent nach zehn Jahren betrug. Insgesamt zeigte sich bei der 10. Jahresuntersuchung in elf Positionen (9,2 Prozent) eine Blutung nach Sondierung (BP = Bleeding on Probing). Der durchschnittliche marginale Knochenverlust lag bei 0,7 ± 1,35 mm basierend auf 106 vergleichenden Röntgenaufnahmen von vor Behandlungsbeginn und von der zehnten Jahresuntersuchung. Zwölf (11,3 Prozent) Implantate wiesen mehr als 2 mm Knochenverlust und fünf (4,7 Prozent) mehr als 3 mm Knochenverlust nach zehn Jahren auf. Bei Letzteren handelte es sich bei allen Patienten um Raucher und alle hatten eine schlechte oder akzeptable Mundhygiene. Bei allen fünf Implantaten mit > 3 mm Knochenverlust kam es zu Blutungen bei Sondierung (BOP) und bei zweien (1,9 Prozent) zur Eiterbildung in den Taschen. Bei den übrigen sieben Implantaten mit mehr als 2 mm Knochenverlust konnte kein Zusammenhang mit dem Rauchen, der Mundhygiene, Blutungen oder Vereiterung festgestellt werden. Das Verhältnis Zeit/marginales Knochenniveau bei den zwölf Implantaten mit mehr als 2 mm Knochenverlust nach zehn Jahren zeigte geringfügige Veränderungen gegenüber der ersten Jahresuntersuchung, außer bei den beiden entzündeten Implantaten.

Die Studie stellt fest, dass mit oxidierten Titanimplantaten gute klinische Langzeitergebnisse erzielt werden können. Nur 1,9 Prozent der untersuchten Implantate zeigten einen mit Blutungen und Vereiterung einhergehenden signifikanten marginalen Knochenverlust zehn Jahre nach Insertion.
 
Publiziert wurde die Studie 2012 im Clinical Implant Dentistry and Related Reseach (Clin Implant Dent Relat Res. doi: 10.1111/j.1708-8208.2012.00453.x). Ein Sonderdruck kann beim Unternehmen angefordert werden.


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