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24.06.13 / 17:08
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Nobel Biocare: Streben nach evidenzbasierten Lösungen

Das Global Symposium von Nobel Biocare ist am Wochenende in New York zu Ende gegangen. Mehr als 2000 Teilnehmer besuchten Vorträge, Meisterklassen und Hands-on-Kurse.




In der Diskussion über die Implantatlängen erinnerte EAO-Pastpresident Dr. Franck Renouard, der einen Überblick über kurze, schmale und Zygoma-Implantate gab, die Kritiker der kurzen Implantate an die Anfänge: Das erste von Nobel-Firmenurvater Per-Ingvar Branemark eingebrachte – und übrigens noch immer funktionierende – Implantat hatte eine Länge von fünf Millimetern. Tenor der Diskussion um kurze Implantate: Noch liegen keine ausreichenden Daten vor. Bislang aber scheint es so zu sein, dass die Misserfolgsrate der der übrigen Implantate ähnlich ist.

Dr. Patrick Henry, in New York mit dem Lifetime Achievement Award  von Nobel ausgezeichnet, lieferte einen beeindruckenden historischen Abriss der Entwicklung und Anwendung von Implantaten. Seine Kernforderung an die derzeitige Entwicklung lautete: „Wir brauchen gerade auch mit Blick auf die Entwicklung der Behandlungskosten neue Therapiekonzepte.“

Dr. Philippe P. Hujoel, Parodontologe und Epidemiologe an der Washington University, warnte davor, Therapien anzuwenden, deren Evidenz nicht ausreichend bewiesen sei. „Wir müssen teilweise unsere Blindflüge beenden und verstärkt Daten sammeln.“

Die in New York offiziell gegründete Foundation for Oral Rehabilitation (FOR) will sich speziell auch der Nachwuchsförderung widmen. So genannte Emerging Leader Councils (ELC) werden künftig helfen, die nächste Generation an führenden Zahnmedizinern zu fördern. Diese Talentförderung soll weltweit erfolgen, und dann soll es zu entsprechenden Wettbewerben kommen – jeweils einer in Europa und einer in Asien.


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