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10.06.13 / 17:48
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Dentalnetzwerk Praxisleben: Wissen erfahren und anwenden

Flaggschiff Prophylaxe, mikroinvasive Zahnheilkunde, Marketing in der Praxis, Kofferdamtechnik, maschinelle Wurzelkanalaufbereitung - dies waren die Hauptthemen der außergewöhnlichen Fortbildungsveranstaltung Dentalnetzwerk Praxisleben, die kürzlich in Hamburg stattfand.




Zum dritten Mal luden die Veranstalter des Dentalnetzwerks Praxisleben nach Hamburg zu einer praxisnahen Fortbildung für Zahnärzte und das gesamte Team. Unterstützt wurde sie durch die Firmen Acteon, Alpro Medical, CLAN Prosthodontic Dental, dentona, DMG, Komet, Liquident, Heka Dental, orangedental, Sigma Dental Systems, VITA Zahnfabrik.

In den Tagungsräumlichkeiten des Hamburger Atlantik-Hotels wurde Europas größte Zahnarztpraxis aufgebaut: Die Teilnehmer konnten direkt vor Ort verschiedene Geräte für die Prophylaxe und Endodontie sowie verschiedene Techniken (Abformung, Kofferdam, Infiltration) kennenlernen und direkt ausprobieren.

Prophylaxe als Profitcenter der Zahnarztpraxis

Im Kurs zur PA-Therapie mit innovativen Geräten ging es um die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt in der Behandlung. So empfahl Dentalhygienikerin (DH) Tracey Lennemann, immer zuerst die harten und weichen Beläge zu entfernen, bevor die Zahntaschen ausgemessen werden: „Sie bleiben sonst eventuell an Konkrementen ‚hängen‘.“ Die vorgestellten Geräte (Pa-On, CariesScan sowie ein Lasergerät für die foto-aktivierte Desinfektion) probierten die Teilnehmer direkt gegenseitig aus.

Dentalhygienikerin Vesna Braun knüpfte hier an und demonstrierte direkt an ausgewählten Teilnehmerinnen die Schritte einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) und insbesondere die Reinigung von Implantaten und ihren Suprastrukturen. Sie riet den Teilnehmern bei der Befundaufnahme auch die Zahnfarbe zu notieren - durchaus für den späteren Einstieg in ein Gespräch zum Thema Bleaching - und Zahnhartsubstanzdefekte zu dokumentieren. Bei der maschinellen Reinigung der Zähne und der Taschen gelte es, diese indikationsbezogen einzusetzen, sprich: ausreichend verschiedene Spitzen bereitzuhalten. "Für Implantate brauchen Sie Kunststoffspitzen, um Schäden zu vermeiden", sagte Braun. An einem Gerät von Acteon konnten die unterschiedlichen Spitzen am Modell ausprobiert werden.

Das Profitcenter Prophylaxe stand im Mittelpunkt des Vortrags von Michaela Arends, eine renommierte Referentin in Sachen Praxismanagement: Sie plädierte dafür, die Prophylaxe als "Unternehmen im Unternehmen" zu betrachten, dementsprechend konkrete (Umsatz-)Ziele zu definieren, ein Produktportfolio festzulegen (PZR, Individualprophylaxe, nicht-chirurgische PA-Behandlung) und sich Gedanken über den Vertrieb zu machen. Sie empfahl hier, durchaus die Kooperation mit auf Diabetes spezialisierten Arzt- sowie Frauenarztpraxen zu suchen, da Diabetiker und Schwangere einer besondere Zahnpflege bedürften.

Weg vom "drill and fill", hin zu "heal and seal"

OA Dr. Alexander Welk, Uni Greifswald, sieht die Zahnmedizin vor einem Paradigmenwechsel vom kurativen zum gesunderhaltenden Ansatz: Er machte dies auch an Produktneuentwicklungen wie Curodont (Credentis) und Icon (DMG) fest. Dank moderner Diagnosegeräte (zum Beispiel der DiagnoCam von KaVo) könnte man kariöse Läsionen heute sehr früh erkennen und substanzschonend behandeln. Obwohl bereits beachtliche Erfolge bei der Kariesprävention erzielt worden seien, reiche Prophylaxe ohne zahnärztliche Intervention nicht aus.

Detlev Salz, Mit-Koordinator der Veranstaltung (DMG), zog ein postives Fazit: "Wir freuen uns über das durchweg positive Feedback der knapp 100 Teilnehmer. Dass wir selbst am Samstag Abend um 18 Uhr noch volle Seminarsäle hatten, zeigt, dass unser Konzept aufgegangen ist."


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