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08.04.17 / 11:00
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GSK: Der Goldstandard in der oralen Antiseptik

Bereits seit mehr als 40 Jahren wird Chlorhexidin in der Zahnmedizin zur Keimzahlverminderung im Mundraum eingesetzt. Der Wirkstoff wurde immer wieder als Goldstandard bestätigt, zuletzt im Rahmen einer umfangreichen Literaturanalyse.1 Für die Literaturrecherche analysierten die Autoren Publikationen aus über 40 Jahren bezüglich der Eigenschaften, der Anwendung und möglichen Nebenwirkungen von Chlorhexidin beim Einsatz in der Zahnmedizin.



Foto: GSK

Chronische Parodontitis ist eine der wichtigsten Ursachen für Zahnverlust. Laut einer Erhebung des Instituts der Deutschen Zahnärzte ist Parodontitis in Deutschland ab dem 40. Lebensjahr die Hauptursache für Zahnverlust2. Zur Prophylaxe muss der bakterielle Biofilm regelmäßig mechanisch entfernt werden, um der Bildung pathogener Keime vorzubeugen. Das geschieht durch die häusliche Mundhygiene und die regelmäßige Professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt.

Ergänzend zur mechanischen Zahnreinigung kann zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Mundraum oder zur Unterstützung der Behandlung bei Gingivitis eine Anwendung antiseptischer Mundspüllösungen in Frage kommen. Dabei hat sich seit über 40 Jahren Chlorhexidin in der klinischen Praxis bewährt. Durch seine bakteriostatischen und bakteriziden Eigenschaften gilt der Wirkstoff als Goldstandard bei den antimikrobiellen Mundspüllösungen1. In einer umfangreichen Analyse sichteten die Autoren Publikationen aus mehr als 40 Jahren, um zu klären, unter welchen Bedingungen der Einsatz von CHX sinnvoll ist und ob er immer noch „State of the Art“ ist.1

Eingeschränkte Mundhygienefähigkeit und parodontalchirurgische Eingriffe

Die Studienautoren kommen zu dem Ergebnis, dass Chlorhexidin weiterhin als Goldstandard der Mundhöhlenantiseptika gilt. Zur Begründung führen sie an, dass die Wirksamkeit in zahlreichen Studien belegt wurde, und die lokale Anwendung zu einer signifikanten Reduktion des bakteriellen Biofilms führt. Der Einsatz von Chlorhexidin wird empfohlen zur temporären Unterstützung der Mundhygiene bei Menschen mit eingeschränkter Mundhygienefähigkeit. Darüber hinaus kann das Antiseptikum nach parodontalchirurgischen Eingriffen eingesetzt werden. Chlorhexidin eignet sich auch zur Spülung vor chirurgischen Eingriffen, um die intraorale bakterielle Belastung zu verringern.

Zahnfleischentzündungen reduzieren

Des Weiteren wiesen die Autoren auch auf die Rolle von Chlorhexidin bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen hin. Die Wirkung von Mundspüllösungen mit 0,2 Prozent Chlorhexidin auf die Reduktion von Zahnfleischbluten wurde auch jüngst in einer weiteren Studie untersucht.3 Die Autoren verglichen über einen Zeitraum von sechs Wochen bei 319 Gingivitis-Patienten den Einfluss der zweimal täglichen Anwendung einer chlorhexidinhaltigen Mundspüllösung (0,2 %) zusätzlich zum Zähneputzen mit der Verwendung einer Standard Fluoridzahnpasta ohne Mundspülung. Zu Beginn der Parallelstudie wurde bei den Probanden eine Prophylaxebehandlung durchgeführt sowie Gingiva (GI)-, Plaqueindex (PI) und Schweregrad der Gingivitis (GSI Gingival Severity Index) erhoben. Nach sechs Wochen wurden die Indizes erneut erhoben. Dabei stellte sich heraus, dass die Verwendung einer Mundspüllösung mit 0,2 Prozent Chlorhexidin zusätzlich zum Zähneputzen zu einer signifikanten Reduktion von GI, PI und GSI führt.

1Varoni E, Tarce M et al. Chlorhexidine (CHX) in dentistry: state of the art. Minerva Stomatol, 2012; 61:399-419.
2IDZ-Information 2/2011 (23. März 2011). Ursachen des Zahnverlustes in Deutschland – Dokumentation einer bundesweiten Erhebung (2007).
3A. Jose, A. Butler, D. Payne, R. Maclure, P. Rimmer, M.L. Bosma. A randomized clinical study to evaluate the efficacy of alcohol-free or alcohol-containing mouthrinses with chlorhexidine on gingival bleeding. British Dental Journal, Volume 219 Nr.3, Aug 14, 2015.


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