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20.05.13 / 06:00
Produkte

Regeneratives Verfahren bei Initialkaries

Mit Curodont Repair hat das Unternehmen Credentis ein Produkt auf den Markt gebracht, dass die Initialkaries auf regenerative Weise bekämpft.



Karies vorausschauend behandeln: PD Dr. Alexander Welk erläuterte in Köln aktuelle Möglichkeiten. In den Expertenrunden sprachen neben anderen die Professoren Thomas Marthaler, Wolfgang Buchalla und Anahita Jablonski-Momeni sowie Dr. Lutz Laurisch. Koch

Bei kariesaktiven Patienten greifen Prophylaxe und Recall häufig zu kurz. Initialkaries schreitet voran, so dass schließlich gebohrt werden muss: Der Anfang vom Ende des Zahns. Innovative ist ein neues regeneratives Produkt, das auf natürliche Weise Zahnhartsubstanz erzeugt – ganz ohne Bohrer und Kunststoffe. Curodont Repair (Credentis, Windisch, Schweiz; Vertrieb: mectron Deutschland, Köln) enthält kurzkettige Eiweißmoleküle, ähnlich den aus der Parodontologie bekannten Schmelzmatrixproteinen. Diese werden in wässriger Lösung auf die Schmelzoberfläche aufgetragen und diffundieren in die kariöse Läsion. Dort bauen sie ein biologisches Gerüst auf, das als Leitschiene für Kalzium und Phosphat aus dem Speichel dient. Es entstehen neue Hydroxylapatit-Kristalle – wie bei der natürlichen Schmelzreifung.

Tiefenwirkung: Sechs Monate nach Behandlung (rechts) mit regenerativen Peptiden hat sich eine approximale Schmelzkaries erkennbar zurückgebildet. Dr. Markus Schlee (2)

Das Präparat1 wurde an der Universität Leeds in Kooperation mit Credentis entwickelt, einem biomedizinischen Unternehmen aus der Schweiz. In der klinischen Zulassungsstudie konnte Glattflächenkaries in allen Fällen gestoppt oder in Remineralisation überführt werden. Vielversprechend ist die Wirkung von Curodont Repair auch bei Approximal- und Okklusalkaries oder bei Dentin-Überempfindlichkeit. Neue Studienergebnisse wurden auf der europäischen Tagung für Zahnerhaltung (ConsEuro) präsentiert, die am vergangenen Wochenende in Paris stattfand.

1 Kirkham, J Dent Res 2007


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