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16.03.17 / 06:00
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Sunstar: Probiotika für eine gesunde Mundflora

Der probiotisch wirksame Keim Lactobacillus reuteri Prodentis (GUM PerioBalance) stellt nicht nur bei Vorliegen parodontaler Entzündungen eine sinnvolle und erfolgversprechende Therapieergänzung dar. Neue Studienergebnisse belegen, dass dieser Keim auch bei Entzündungen periimplantären Gewebes zu einer schnellen Reduktion des inflammativen Geschehens beitragen kann.




Die aktuelle Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) hat gezeigt, dass die Prävalenz parodontaler Erkrankungen zwar zurückgeht, eine moderate Parodontitis trotzdem noch bei 43,4 Prozent der jüngeren Erwachsenen und 44,8 Prozent der jüngeren Senioren vorliegt. Unter einer schweren Parodontitis leiden 8,2 Prozent bzw. 19,8 Prozent. Festzustellen ist auch der Trend zu festsitzendem Zahnersatz: Nach den Ergebnissen der DMS V haben Patienten heute zehnmal häufiger mindestens ein Implantat als noch im Jahr 1997. Da vielen Implantat Trägern nicht bewusst ist, dass auch das periimplantäre Gewebe erkranken kann, wird die regelmäßige Nachsorge oft vernachlässigt. Studien belegen, dass eine Mukositis bei 80 Prozent der Patienten (ca. 50 % der Implantate entzündet) und eine mit Knochenabbau einhergehenden Entzündung, eine Periimplantitis, bei 28-56 Prozent der Patienten (12-40 % der Implantate entzündet) vorliegt. Ursächlich steht neben der individuellen Krankheitsanfälligkeit meist ein Missverhältnis zwischen pathogenen und erwünschten Keimen im Mundraum im Vordergrund.

Lactobacillus reuteri Prodentis überzeugt bei vielen Indikationen

In mehreren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass L. reuteri Prodentis in der Lage ist, das Wachstum parodontalpathogener Keime effizient zu hemmen. Teughels et al. sowie Vicario et al. konnten nachweisen, dass GUM PerioBalance als Therapieergänzung zu Scaling and Root Planing (SRP) die klinischen Parameter Sondierungstiefe, Blutungs-Index und Plaque-Index erheblich verbessert. Eine Meta-Analyse hat gezeigt, dass SRP plus probiotische Behandlung im Vergleich zu SRP alleine einen signifikanten CAL-Gewinn (clinical attachment level) sowie eine signifikante Reduktion der Blutung bei Sondierung nach sich ziehen. In einer aktuellen Studie bei Mukositis-Patienten war Lactobacillus reuteri Prodentis– im Vergleich zur Placebo-Gruppe – in der Lage, die klinischen Parameter (Sulkusflüssigkeit, Plaque- und Gingiva-Index, Sondierungstiefe) zu verbessern und auch die Zytokin-Level zu senken. Die Autoren schlussfolgern aus der Tatsache, dass der Keim auch bei gesunden Patienten wirksam war, dass Lactobacillus reuteri nicht nur zur Therapie, sondern auch zur Prävention einer Mukositis geeignet scheint. Eine ausgeprägte Reduktion der periimplantären Mukositis, verbesserte Plaquekontrolle und reduzierte Sondierungstiefen durch den regelmäßigen Verzehr von GUM PerioBalance Lutschtabletten bestätigt auch eine neue Dissertationsarbeit. Zur Minimierung des Risikos eines Pilzbefalls der Mundhöhle mit Candida albicans bei Senioren trägt das Bakterium ebenfalls bei.

Erste Hilfe für Betroffene und Vorbeugung für Risiko-Patienten

Das Milchsäurebakterium L. reuteri Prodentis kann sich im Speichel und an der Mundschleimhaut festsetzen und sowohl in der Mundhöhle als auch im Verdauungstrakt des Menschen überleben. Jede Lutschtablette enthält mindestens 200 Millionen aktive Keime. GUM PerioBalance (30er-Packung aus der Apotheke PZN 10032691) sollte 1x täglich über mindestens 30 Tage eingenommen werden, sobald erste Zahnfleischprobleme auftauchen. Risiko-Patienten ist eine prophylaktische Anwendung anzuraten. Dazu zählen neben Personen mit Implantaten Senioren und körperlich/geistig eingeschränkte oder bettlägerige Menschen, Diabetiker, Osteoporose-Patienten, starke Raucher, stressgeplagte Personen sowie Patienten mit Brackets oder nach einer Parodontalbehandlung. Nebenwirkungen wie Verfärbungen der Zähne oder Irritationen der Schleimhaut sind nicht zu erwarten.