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12.03.15 / 09:30
Berichte

Gesamtanbieter Straumann auf Partnersuche

Ziel der Straumann GmbH ist es, ein Gesamtanbieter in Sachen Zahnersatz zu sein. Um das zu erreichen, geht man den Weg der Partnerschaften. Manche Lücke ist noch zu schließen, sagt CEO Marco Gadola.



Frank Hemm, Leiter Customer Solutions & Education, präsentierte die Straumann-Neuigkeiten. Foto: Böll

Wir sind uns bewusst, dass wir diesem Anspruch nicht allein gerecht werden können, aber wir arbeiten mit höchst kompetenten Partnern zusammen“, sagt Gadola. Zu den bewährten Partnern, die – wie botiss – zum Teil erst seit einem Jahr kooperieren, gehören AmannGirrbach, Rodo, etkon und dental wings. Die Firma botiss ergänzt das Portfolio durch Produkte für das Hart- und Weichgewebemanagement. Jüngst wurde die Beteiligung an der Valoc AG bekannt, einem Hersteller von Halteelementsystemen für Hybridprothetik.

Straumann will dem Trend zu kostengünstigen Versorgungen folgen, wie Frank Hemm, Leiter Customer Solutions & Education, in Köln bestätigt – ohne dass man vom Prinzip „Original auf Original“ ablassen will. Dazu gehören Titanrohlinge mit vorgefertigten Implantatverbindungen. Man gewährleistet damit die Präzision bzw. Zuverlässigkeit bei Sekundärteilverbindungen; sie sind mit einer Vielzahl von Fräsmaschinen kompatibel.

Komplette Implantatlinie mit Roxolid

Neu zur IDS hat Straumann seine komplette Implantatlinie mit dem Hochleistungsmaterial Roxolid versehen – bei gleichem Implantatpreis. Mit der Biokompatibilität und der Festigkeit, die Titan übertrifft, ermöglicht Roxolid den Einsatz kleinerer und dünnerer Implantate. Offenbar eine emotionale Entscheidung treffen Patienten bei der Wahl von PURE, einem Vollkeramikimplantat. „Mehr als die Hälfte der Patienten wählen dieses, weil es der Natur am nächsten ist“, berichtet Hemm.

Mit dem neuen Bone Level Tapered Implantat folgt Straumann einem großen Trend: Erstmals hat man nun auch ein konisches Implantat im Portfolio – weltweit werden inzwischen mehr als 60 Prozent der Implantate mit einer solchen Verbindung verwendet. Damit dürfte sich Straumann mittelfristig komplett von den doppelwandigen Implantaten verabschieden. Das Implantat wird erst im Lauf des Jahres in Deutschland zur Verfügung stehen.

Neu: Die Pro-Arche-Lösung

Dieses Implantat ist eine wichtige Komponente der Pro-Arche-Lösung, die zur IDS ebenfalls erstmals präsentiert wird. Sie dient dem vollständig verschraubten Zahnersatz und bietet Implantate, Sekundärteile, CAD/CAM-Gerüste, Hilfskomponenten und passende Trainings.

Ausgebaut hat Straumann mit dem CARES Variobase seine bestehende Palette individualisierter Sekundärteile. Es bildet die Grundlage für eine kostengünstige Hybridlösung aus einer Titanverbindungsbasis und einer Kappe aus Zirkoniumdioxid.

Der Kooperationspartner dental wings zeigt auf der IDS einen hoch präzisen dwlm-Laserfräser für das Labor. Das kanadische Unternehmen will das Gerät für unter 20.000 Euro in den Markt bringen. Eine fünfachsige Fräsmaschine fürs Labor (CARES M) stellt Straumann zusammen mit AmannGirrbach vor. Damit folge man dem Trend zu laborgestützten Fertigungen, wie Hemm betont. Straumann wird die neue Maschine zusammen mit dem neuesten CAD/CAM-Laborscanner der Serie CARES 3 und 7 anbieten.


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