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08.08.13 / 07:12
ZM-Online

Zahnimplantatstudien zeigen sehr gute Ergebnisse

In zwei großen, internationalen klinischen Studien konnten bei den untersuchten Zahnimplantaten sehr gute klinische Ergebnisse nachgewiesen werden. In den beiden Studien wurden insgesamt mehr als 1.000 Straumann Bone Level-Implantate (Implantate auf Knochenniveau) in Europa, den USA und in Australien untersucht. Besonders bemerkenswert ist der Umfang der Studien, weil heutzutage nur wenige Implantathersteller klinische Studien durchführen.



Straumann

Die beiden Studien sind auch deshalb von besonderem Interesse, weil die untersuchten Implantate sehr hohe Überlebensraten von mehr als 98 Prozent mit minimalem Knochenverlust aufwiesen. Diese Resultate sind deutlich besser als die in einer umfassenden Literaturauswertung von publizierten Studien mit anderen Zahnimplantaten ermittelten Werte [1]. Die beiden neuen Studien verstärken die bereits vorhandene klinischen Evidenz für das Straumann Implantat System zusätzlich. Sie liefern sowohl Zahnärzten als auch Patienten gute Gründe, auf den Einsatz von Straumann Implantaten gegenüber nicht-dokumentierten Alternativen zu bestehen.

Die erste der beiden Studien ist eine „randomisierte kontrollierte Studie“ (RCT) in elf klinischen Zentren in Europa, den USA und Australien [2]. RCTs sind der Maßstab in der klinischen Forschung, weil sie die größte Beweiskraft aufweisen. Mit Zahnimplantaten werden sie jedoch nur selten und kaum je in diesem Umfang durchgeführt.

Nur ein Implantatverlust in drei Jahren

In der Studie wurden 106 Patienten mit je einem Zahnimplantat behandelt und über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet. Das klinische Resultat wurde anhand von zwei Verfahren untersucht – zum einen das ‚zweizeitige‘ Verfahren, bei dem das Implantat während der Heilung mit Weichgewebe bedeckt wird, und zum anderen das ‚einzeitige‘ Verfahren, bei dem ein zweiter chirurgischer Eingriff vermieden wird. Das eindrückliche Ergebnis der Studie: In drei Jahren ging nur ein einziges Implantat verloren; dies entspricht einer Überlebensrate von 98.1 Prozent in der einzeitigen Gruppe und von 100 Prozent in der 'zweizeitigen' Gruppe.

Da bei Zahnimplantaten Knochenverlust ein oft auftretender unerwünschter Effekt [3] ist, wurden in der Studie sorgfältig mögliche Knochenveränderungen gemessen. Es zeigte sich, dass das Knochenniveau während der drei Studienjahre nach der Implantation beeindruckend stabil war. Der mittlere Knochenverlust betrug in der einzeitigen Gruppe weniger als 0.6 mm, in der zweizeitige Gruppe weniger als 0.7 mm. Diese Werte sind kleiner als die in anderen Studien mit anderen Implantaten. Eine Metaanalyse publizierter Daten zeigte nur bei drei Implantatsystemen Knochenverluste von weniger als 1 mm im Verlauf von fünf Jahren [1].

Ergebnisse in der täglichen Praxis bestätigt

RCTs können die Erfolge von Produkten und Behandlungen nachweisen, werden jedoch häufig durch Spezialisten mit selektierten Patientenpopulationen unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt. Die vorliegende Studie wurde von in der klinischen Anwendung von Implantaten hochspezialisierten Praxen und Universitäten durchgeführt. Dies wirft die Frage auf, ob die ausgezeichneten Resultate auch in der täglichen zahnärztlichen Praxis erreicht werden können.

908 Implantate bei 538 Patienten in über 100 zahnärztlichen Praxen in sechs Ländern wurden in einer Studie [4] untersucht, um diese Frage zu beantworten. Nach einem Jahr wurde in der Patientengruppe eine Implantatüberlebensrate von 98.5 Prozent nachgewiesen (das Risiko eines Implantatverlustes ist innerhalb des ersten Jahres nach dem Einsetzen am höchsten [5]). Neben der sehr hohen Implantatüberlebensrate wurde bei den meisten Patienten ein äußerst stabiles Knochenniveau festgestellt. Die Autoren der Studie kamen zu der Schlussfolgerung, dass die Behandlung mit Straumann Bone Level Implantaten in der normalen zahnärztlichen Praxis zu sehr erfolgreichen Resultaten führt.

Gute Werte auch im Vergleich mit anderen Erhebungen

Die Überlebensraten in den beiden neuen Studien sind höher als die bislang in der Literatur beschriebenen. Eine Metaanalyse der wissenschaftlichen Literatur ergab eine durchschnittliche Überlebensrate anderer Zahnimplantate von 95.5 Prozent [5] nach einem Jahr, verglichen mit der Überlebensrate von 98.5 Prozent in der beschriebenen Beobachtungsstudie unter täglichen zahnärztlichen Praxisbedingungen.

1 Laurell L, Lundgren D.: Marginal bone level changes at dental implants after 5 years in function: a meta-analysis. Clin Implant Dent Rel Res 2011; 13, 19-28
2 Sanz, M, Ivanoff, CJ, Weingart, D, Wiltfang, J, Gahlert, M, Cordaro, L, Ganeles, J, Bragger, U, Jackowski, J, Martin, WC, Jung, RE, Chen, S, Hämmerle, C: Clinical and radiologic Outcomes after Submerged and Transmucosal Implant Placement with Two-Piece Implantsin the Anterior Maxilla and Mandible: 3-Year Results of a randomized Controlled Clinical trial. Clin. Impl Res, e-pub ahead of print
3 Qian J, Wennerberg A, Albrektsson T.: Reasons for marginal bone loss around oral implants. Clin Implant Dent Relat Res. 2012 Dec;14(6):792-807
4 Filippi A, Higginbottom FL, Lambrecht T, Levin BP, Meier JL, Rosen PS, Wallkamm B, Will C, Roccuzzo M: A prospective noninterventional study to document implant success and survival of the Straumann Bone Level SLActive dental implant in daily dental practice. Quintessence Int 2013;44(7):499-512.
5 Hartog L, Huddleston SlaterJJR, Vissink A, Meijer HJA, Raghoebar GM: Treatment outcome of immediate, early and conventional single-tooth implants in the aesthetic zone: a systematic review to survival, bone level, soft-tissue, aesthetics and patient satisfaction. J Clin Periodontol 2008; 35: 1073–1086


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