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21.09.12 / 17:30
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10. VOCO Dental Challenge: Patentwürdige Erfindung macht das Rennen

Die Jubiläumsveranstaltung der VOCO Dental Challenge fand heute in Cuxhaven eine würdige Siegerin. Die Zahnmedizin-Studentin Simona Dudda von der Uniklinik Marburg präsentierte eine neue elektronisch gesteuerte Lichtpolymerisationstechnik, die hilft, schrumpfungsbedingte Spannungen zu reduzieren. Sie erhielt dafür ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro.



Simone Dudda, Studentin der Zahnmedizin aus Marbug, gewann den ersten Preis mit einer interessanten Erfindung zur Reduktion von Schrumpfspannungen bei der Applikation von Kompositen. bs

„Das ist ja wirklich eine abgefahrene Kiste“, entfuhr es spontan und anerkennend dem Jury-Mitglied PD Dr. Sebastian Hahnel von der Uni Regensburg – wie seine Kolleginnen Dr. Anne-Katrin Lührs (Hannover) und Dr. Arzu Tuna (Attendorn) selbst einmal Preisträger des Wettbewerbs. In der Tat gelang Dudda eine spektakuläre Präsentation: Sie demonstrierte live vor dem Auditorium ihre Idee. Dabei befestigte sie auf der Spritze für das Komposit eine kleine Polymerisationslampe mit weißem Licht. Die Befüllung der Modell-Kavität erfolgte dann unter Belichtung. Je nach Applikationsgeschwindigkeit läßt sich über einen kleinen Computer auch die Intensität des Lichts steuern. Auf diese Weise wird das Komposit (hier im Versuch „x-tra base" von VOCO sowie SDR von Dentsply DeTrey) in seiner „Gel-Phase“ schon polymerisiert, was im Ergebnis dazu führt, dass sich die sonst bei den konventionellen Techniken auftretenden Schrumpfspannungen um 30 Prozent (Blockfüllung) beziehungsweise zwölf Prozent (Schichttechnik) reduzieren.

Anspruchsvolle Studien und Forschungsergebnisse vorgestellt

Die vorwiegend weiblichen Teilnehmer zeigten auch in diesem Jahr die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten, die Jury war sehr beeindruckt. Tuna: „Es war wirklich schwer, eine Entscheidung zu treffen, denn die Beiträge waren durchweg anspruchsvoll und wurden ansprechend präsentiert.“ Den zweiten Platz, der mit 4000 Euro dotiert ist, belegte Sabine Kragt für ihre Dissertationsstudie „Remineralisation von humanem Dentin nach Applikation von Cervictex und Bifluorid 10 – eine In-situ-Studie“. Der dritte Preis (2000 Euro) wurde Mona Seyfried vom Fraunhofer Institut aus Würzburg zuerkannt. Sie berichtete über experimentelle Adhäsivsysteme auf Basis von sulfonsäurefunktionalisierten Ormoceren. Hierbei wird auf Aceton verzichtet, das Ätzverhalten ist deutlich stärker als bei Phosphorsäure-basierten Präparaten. Diese Ormocere hätten den großen Vorteil, dass sie chemisch verändert werden können – mit dem Ergebnis, dass die einzelnen Wirkungen weiter optimierbar sind.

„Wir freuen uns über die wissenschaftliche Klasse, die sich auch in diesem Jahr in den Arbeiten der Teilnehmer widerspiegelt“, sagte Dr. Martin Danebrock, Leiter Wissenschaftlicher Service bei VOCO und Organisator der Veranstaltung. Die VOCO Dental Challenge besitzt als Forschungswettbewerb für junge Akademiker mit dentalspezifischer Ausrichtung eine hohe Anziehungskraft und hat sich als Forum zur Förderung und Motivation des wissenschaftlichen Nachwuchses einen Namen gemacht.



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