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sf
04.07.14 / 07:00

Zurück in die Praxis

Das ElterngeldPlus soll demnächst das stundenweise Arbeiten während der Elternzeit attraktiver gestalten. Juliane von Hoyningen-Huene berichtet uns, wie sie auch jetzt schon den Spagat zwischen Kinderwagen, Kammervorstand und Praxis meistert.



Glückliche Mutter und bekennende Zahnärztin: Juliane von Hoyningen-Huene mit Kind. privat

zm-online: Können Sie sich noch an den ersten Tag der Elternzeit erinnern - was war das für ein Gefühl, nicht mehr in die Praxis zu gehen?

Juliane von Hoyningen-Huene: Das war schon ein komisches Gefühl, wenn man noch nicht einmal richtig realisiert hat, bald Mutter zu sein, und dann den Traumberuf für lange Zeit nicht ausüben wird. Da hat direkt etwas gefehlt. Da kann man sich lange mental vorbereiten, wenn es dann soweit ist, fühlt es sich komisch an, die Sachen zu packen.

Für mich war es aber leichter, da ich ja meine Arbeit in der Zahnärztekammer weitergeführt habe. Ich war also nicht völlig ohne Aufgabe. Ich war dann auch eigentlich nur sechs Wochen nicht im Büro insgesamt, mit Weihnachten dazwischen war ich quasi nur „kurz im Urlaub“. 

Haben Sie sich im Rahmen der Elternzeit auch mit zahnmedizinischen Themen befasst?

Ich bin, seitdem mein Sohn vier Monate alt ist, wieder einen halben Tag für die Praxis in den Seniorenheimen unterwegs und schreibe parallel meine Masterthese. Mir würde so ganz ohne Zahnmedizin doch etwas fehlen.

Sie sind für die Zahnärztekammer Berlin als Vorstandsmitglied tätig. Haben Sie dieses Amt auch während der Elternzeit weitergeführt?

Ja, das habe ich gleich wieder aufgenommen. Meine Kollegen vom Vorstand und meine Mitarbeiterin im Referat haben mich toll unterstützt, so dass keine Arbeit liegen geblieben ist. Mein Mann kümmert sich in meiner Abwesenheit wunderbar um unseren Sohn, so dass ich weiter mein Amt ausüben kann. 


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