lh
20.04.17 / 08:00

Weiterbildung: So geht Selbstverwaltung!

An der AS-Akademie kann man sich als praktizierender Zahnarzt in den Bereichen Selbstverwaltung und Praxismanagement weiterbilden. "Studentin“ Alexa Kupfer berichtet von ihren Erfahrungen.



Alexa Kupfer hat das Zahnmedizinstudium 2013 abgeschlossen. Ab 2014 war sie in der Gemeinschaftspraxis Dr. Banivaheb und Dr. Mehravaran in Düsseldorf und Kaarst als Vorbereitungsassistentin tätig. Seit Anfang ist sie bei der Kieferorthopädischen Fachpraxis Dr. Kemper-Broer als Weiterbildungsassistenten angestellt. Kieferorthopädischen Fachpraxis Dr. Nina Kemper Broer, Düsseldorf

Die Akademie für freiberufliche Selbstverwaltung und Praxismanagement versteht sich als postuniversitäres Forum für Zahnärzte und hauptamtliche Mitarbeiter der zahnärztlichen Berufsvertretungen zur Erlangung politischer und sozialer Kompetenzen für die Wahrnehmung von Selbstverwaltungsaufgaben und zur Fortentwicklung freiberuflichen Praxismanagements.

zm-online: Frau Kupfer, wie kam es dazu, dass Sie sich für ein Aufbaustudium an der AS-Akademie entschieden haben?

Alexa Kupfer: Ich habe zufällig in den zm einen Beitrag über Inhalte und Ziele der AS-Akademie gelesen, da habe ich mich für das Stipendium beworben. Im Vorhinein hatte ich aber schon einen Kollegen und Freund, der selber in einer KZV aktiv ist und mich, seitdem wir uns kennen, immer wieder über die Arbeit dort informiert und darauf hingewiesen hat, wie wichtig es ist, sich für seinen Berufsstand einzusetzen. Als ich dann über die AS-Akademie gelesen habe, erschien mir diese als ein guter Einstieg.

Ist das Studium an der AS-Akademie mit dem Studium der Zahnmedizin zu vergleichen?

Die beiden Studiengänge miteinander zu vergleichen finde ich sehr schwierig. Zum einen, weil die AS-Akademie nicht kontinuierlich jeden Tag stattfindet, sondern in Blöcken an verschiedenen Wochenenden und zum anderen, weil es völlig andere Aspekte der Zahnmedizin anspricht, die in der Uni keinen Platz hatten. Was sich natürlich nicht unterscheidet sind qualifizierte Referenten für die jeweiligen Themen und neue Freundschaften mit Kommilitonen.

Sie absolvieren derzeit Ihre Weiterbildung in der Kieferorthopädie. Wie bringen Sie AS-Studium und Job unter einen Hut?

Zum Glück habe ich eine sehr zuvorkommende Chefin, die mich dahingehend unterstützt und an den Tagen freistellt, an denen die AS-Akademie stattfindet.

Welche gelernte Inhalte konnten Sie schon in die Praxis umsetzen?

Es ist sicherlich schwierig ein Detail im Besonderen herauszufiltern. Wir haben häufig Vorlesungen, die sich mit Praxismanagement, im organisatorischen, wie auch rechtlichen Bereich beschäftigen. Da ich im Angestelltenverhältnis arbeite, sind dies Aspekte, die ich nicht aktiv umsetzen kann. Aber spätestens in der Selbstständigkeit kommen sie dann auf mich zu.

Was gefällt Ihnen besonders gut an der AS-Akademie?

Am besten gefällt mir tatsächlich die Zusammensetzung der AS-Akademie. Es sind aus allen Teilen Deutschlands Zahnärzte und Zahnärztinnen in jeder Altersgruppe dabei. Ich kann natürlich nur für unser Semester sprechen, aber wir haben uns zu einer guten Gruppe zusammengefunden, die viele Abende in der ein oder anderen Konstellation zusammen verbringt. Das bringt eine Menge Zeit für Gespräche mit sich. So findet sich genug Zeit sich über die Praxen und die alltäglichen Abläufe dort oder über die heimatlichen KZVen und deren Ansichten und Entscheidungen zu unterhalten. Ich persönlich finde das wirklich spannend. Aber auch die Diskussionen, die fast jeden Vortrag begleiten oder sich anschließen, würde man in diesem Rahmen wohl sonst nicht führen.

Für wen eignet sich ein AS-Studium und wer sollte es auf keinen Fall beginnen?

Wer sich für das aktuelle Geschehen und Abläufe der Berufspolitik und Ökonomie interessiert und sich dahingehend auch mit Kollegen austauschen möchte, wird hier auf jeden Fall eine spannende Zeit haben und viele Menschen kennenlernen. Es ist allerdings keine Plattform, um die eigene Meinung zu etablieren, sondern eher ein Forum, dass zur gemeinsamen Diskussion einlädt, das heißt eine gewisse Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Meinungen sollte man mitbringen. Außerdem sollte man den zeitlichen Aspekt nicht aus den Augen verlieren und einplanen, dass man eine ganze Reihe von Wochenenden mit der AS-Akademie verbringt. Ich denke aber, dass dies eine Investition ist, die sich lohnt.


Mehr zum Thema


Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können