Michi Kimura
07.06.13 / 13:28

Zähneputzen auf japanisch

Seit einigen Jahren sind in Japan Zahnbürsten mit einer ungewöhnlichen Form auf dem Markt: Der Kopf besteht aus zwei rotierenden Bürsten, die über Zahnreihen und Zahnfleisch abrollen.




Für Japan-Reisende, die die Gelegenheit hatten, ein „Onsen“ kennenzulernen, bleiben das Ritual der Reinigung und das Gefühl der Entspannung in dem Bad in dauerhafter Erinnerung. Für viele Japaner ist der regelmäßige Besuch der heißen Quelle ein Grundbedürfnis und eine geschätzte Gelegenheit, gemeinsam mit Freunden zu entspannen. Das Baderitual in einem Onsen beschränkt sich jedoch nicht auf das Einseifen von Haut und Haaren allein - auch die Zähne werden einer gründlichen Reinigung unterzogen.

Erst seit wenigen Jahren beobachtet man in dem traditionellen Umfeld der Onsen japanische Badegäste, die für die Zahnpflege eine etwas andere Zahnbürste verwenden. Bestehend aus zwei rotierenden Köpfen, die statt des Auf- und Abbürstens eine Abrollbewegung vollziehen, soll sie dem Entwickler zufolge effizient und zugleich sehr schonend reinigen.

22.000 Borsten

Der Bürstenkopf wird horizontal über die Zähne und das Zahnfleisch gerollt. Diese Abrollbewegung des zylinderförmigen Bürstenkopfs - statt des Auf- und Abbürstens - in Kombination mit den vielen feinen Borsten soll eine besonders schonende Reinigung der Zähne garantieren. Jede Bürste besteht aus 22.000 Borsten - das sind 20 Mal mehr als bei den konventionellen Handzahnbürsten zum Tragen kommen.

Die Zahnfleischmassage führe zur einer besseren Durchblutung, außerdem werde der Speichelfluss angeregt, verspricht der Hersteller. Insbesondere bei offenen Zahnhälsen und der Neigung zum Zahnfleischbluten, wie etwa in der Schwangerschaft, wirke die Bürste schonend. 

Mehr Informationen über Michi.Kimura@japankids.info


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