Ladakhparrtners-Partnership_Local_Doctors_e.V.
sf/pm
30.08.14 / 06:00

"Gegen Zahnprobleme ist kein Kraut gewachsen"

Mitglieder des Meininger Vereins Ladakhpartners - Partnership Lokal Doctors sind von ihrem diesjährigen Hilfseinsatz aus dem westindischen Himalaya zurückgekehrt.



"Wir haben in den vier Wochen alles gut geschafft, sogar noch etwas mehr", bilanziert Maik Wieczorrek die diesjährige Hilfsaktion des von ihm gegründeten Meininger Vereins Ladakhpartners - Partnership Lokal Doctors.

Die Zahnärzte Carsten Neumann und Maik Wieczorrek sowie ihre Familien, der Zahnmedizinstudent Jonas Wagenknecht, Gudrun Greiner-Pol und die Vereinsvorstände Fred Kissling und Alexander Keiner waren vom 28. Juli bis 24. August im westindischen Himalaya unterwegs, um in der Region Ladakh zahnmedizinische Hilfe zu leisten, eine Hepatitis-B-Impfkampagne zu organisieren, zwei Photovoltaikanlagen auf ein Ärztehaus sowie eine Schule im Dorf Lingshed zu bauen. Außerdem haben sie die dortigen Schüler behandelt und ihnen die Grundregeln der Zahnhygiene mithilfe eines Zahnputzmaskottchens und der mitgebrachten Zahnbürsten vermittelt.

Quecksilberfreie Fieberthermometer im Höhentest. Ladakhparrtners-Partnership_Local_Doctors_e.V.

Höhenmessungen mit quecksilberfreien Fieberthermometern

Nachdem sich die Gruppe ein paar Tage in der Stadt Leh auf 3.500 Meter akklimatisiert hatte, brach die zehnköpfige Mannschaft am 2. August in die überwiegend karge Bergregion zwischen 4.000 und 5.000 Metern Höhe auf. Mit den Jeep ging es zur Ausgangsortschaft Fotoksar. Am fast 4.800 Meter hohen Sirsi La vor dem Dorf wurde die erste Höhenmessung mit gesponsorten, quecksilberfreien Fieberthermometern durchgeführt. Diese waren vom Hersteller kostenlos für die Amchis, so heißen die Naturärzte der Region, zur Verfügung gestellt worden. Im Gegenzug absolvierte der Hilfsverein eine Messreihe, um für den Hersteller die Höhentauglichkeit der Geräte zu testen.

Von dort ging es für die nächsten 15 Tage zu Fuß weiter, nach zwei Akklimatisationsnächten in Fotoksar und der Passüberquerung des Senge La mit seinen 5.000 Metern Höhe. Danach wurde die Gruppe am 5. August im Dorf Youlchung von den Bewohnern und den Amchis herzlich empfangen. Gestartet war der zwölfköpfige Treck, inklusive der zwei einheimischen Projektbeteiligten, mit acht Pferden und acht Eseln.


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