Michael Vetter
22.05.15 / 15:40

Praxisdarlehen im Ruhestand

Noch ein paar Jahre bis zum Ruhestand und plötzlich will die Bank Informationen zum Praxis-Controlling, Praxiswert und zur Praxisabgabe haben - ansonsten könnte es Probleme mit dem Darlehen geben. Was tun?



Mit seiner mehr als zehn Jahre dauernden und bisher guten Geschäftsbeziehung zu seiner Hausbank wähnte sich  Gustav K. auch für die kommenden Jahre bis zu seiner Pensionierung auf der sicheren Seite. Zumal er drei weiteren Geschäftsbanken -  Dies wurde dem 57-jährigen Zahnarzt jedenfalls von seinen Bankansprechpartnern immer wieder bestätigt.

Der Aufhänger: schlechtere Kapitaldienstfähigkeit durch Privatentnahmen

Umso überraschter war K., als vor einigen Wochen das jährlich statt findende "Orientierungsgespräch", so nennt es die Bank, anstand. Zunächst war K. irritiert, dass neben seinem bisherigen Kundenberater zwei weitere Bankmitarbeiter ohne Vorankündigung an diesem Gespräch teilnahmen: zwei Mitarbeiter aus dem Kreditmanagement und der zuständige Kreditbereichsleiter. Diese Manager waren es dann auch, die das Gespräch weitgehend steuerten, und dabei wenig Rücksicht auf die jahrelang gefestigte Geschäftsverbindung zwischen ihrem Kollegen und K. nahmen.

Diesem Kollegen konnte man durchaus anmerken, dass er sich offenbar nicht wohl in seiner Haut fühlte. Sofort ging es zur Sache: K. wurde damit konfrontiert, dass sich seine Kapitaldienstfähigkeit während der vergangenen Jahre angeblich „kontinuierlich verschlechtert“ habe. Dies sei nach „Ermittlung“ der Bankmitarbeiter vor allem auf seine zunehmenden Privatentnahmen zurückzuführen.


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