nh/pm
25.03.15 / 08:30

Zahni mit Biss (1)

Elisabeth Gottschalk hat über eine Online-Abstimmung ein Stipendium des Deutschen Zahnarzt Service ergattert. Die 19-Jährige setzte sich unter den 15 kreativsten Bewerbern durch. Sie studiert Zahnmedizin, weil ...



"... ich schon immer Menschen helfen wollte. Das ist wohl die typische Antwort für alle Menschen, die sich für einen medizinischen Beruf entscheiden. Doch weil dieser Wunsch für mich alleine noch nicht ausreichte, um eine Fachrichtung auszuwählen, überlegte ich, was für mich am besten infrage kommen würde. 

Auf ein Studium der Zahnmedizin wäre ich vielleicht nie gekommen, hätte meine Mutter nicht so ein feines Gefühl für die Stärken ihrer dritten Tochter. Sie war der Meinung, dass der Beruf perfekt zu mir passen würde: ich sei sehr geduldig, geschickt im Umgang mit kleinen Gegenständen (dies machte mich zur perfekten Hilfe bei Reparaturen im Haushalt) und außerdem eine Perfektionistin wenn es um  Ästhetik und Präzision geht.

Ich entschloss mich, in den Sommerferien nach der 10. Klasse ein Praktikum bei meinem Zahnarzt zu machen. Er involvierte mich vollkommen in den Praxisalltag, zeigte mir Röntgenbilder, erklärte die Behandlungen, erzählte von seinem Studium und seiner Freude am Zahnarztsein. 

Das war der Zeitpunkt, ab dem ich unbedingt Zahnmedizin studieren wollte. Ich war so tief beeindruckt von dem Praktikum und der Gemeinschaft der Zahnarztpraxis, dass dies meine Motivation für ein sehr gutes Abitur war. Da wollte ich hin, dafür würde ich pauken was das Zeug hält. 

Mein Ehrgeiz wurde belohnt und ich bin immer noch super zufrieden mit dieser Entscheidung. Rostock ist eine tolle Stadt zum Studieren und es bewährt sich mal wieder das alte Sprichwort: „Mama hat eben immer Recht.“

Mit dem Stipendium des Deutschen Zahnarzt Service würde ich ...

… mir weniger Sorgen um die Finanzierung meines Studiums machen müssen. Als drittes von sieben Kindern bin ich es gewohnt, Dinge meiner älteren Geschwister zu erben und weiter zu benutzen. Leider ist dies nicht auf meinen Studiengang übertragbar, so dass der Erwerb der zahntechnischen Ausstattung und der umfangreichen Menge an Lehrbüchern jedes Mal eine immense Belastung darstellt.

Bei einem der teuersten medizinischen Studiengänge wäre es eine unheimliche Erleichterung, nicht permanent auf die Finanzierung achten zu müssen. Stattdessen könnte ich mich noch mehr auf die Inhalte des Studiums fokussieren und einen bestmöglichen Abschluss anstreben.
 
Für den Berufseinstieg wünsche ich mir ...
... eine gute Assistenzzeit mit hilfsbereiten Menschen, von denen ich viel lernen kann, sodass ich für das große DANACH gut vorbereitet bin. In unserem klinischen Studienabschnitt werden wir  viel Zeit mit den Patienten verbringen, doch ich kann mir vorstellen, dass der Tagesablauf in einer Praxis ganz anders aussieht und davon möchte ich einen guten Einblick aus Sicht von Medizinern bekommen. 

Für den weiteren Einstieg könnte ich mir eine Gemeinschaftspraxis vorstellen. Zum Sammeln weiterer Erfahrungen und eventuell auch, um ein breiteres Behandlungsspektrum anbieten zu können. Ebenso könnte eine Gemeinschaftspraxis von Vorteil sein, wenn man an die Familienplanung denkt.


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