Seminare, Lehrgänge, Fortbildungen
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20.05.2017
Interdisziplinäre ZHK

Die intraligamentäre Anästhesie

14197 Berlin

Termin: 20.05.2017, 09:00 Uhr - 14:00 Uhr
Referent: OSÄ Dr. med. dent. Maria Csides, Potsdam | Lothar Taubenheim, Erkrath
Ort: Philipp-Pfaff-Institut, Aßmannshauser Straße 4-6, 14197 Berlin
CME-Punkte: 6+1
Kursnummer: 6093.3
Kosten: 195,00 Euro

Auskunft & Anmeldung:

Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin
Tel.: 030 414725-0
Fax.: 030 4148967

Die intraligamentäre Anästhesie (ILA) – die zahnärztliche Lokalanästhesie durch Injektion von Anästhetikum ins periodontale Ligament proximal des zu behan-delnden Zahnes – wird seit rund 100 Jahren in der Fachliteratur beschrieben. Von der ILA wird behauptet, dass sie minimalinvasiv und patientenschonend ist. Im Rahmen von evidenzbasierten Vergleichsstudien wurden Erkenntnisse gewonnen und bestätigt, die bei der praktischen Anwendung dieser Lokalanästhesiemethode bedacht werden sollten, um Komplikationen vorzubeugen. Aktuelle Vergleichsstudien suggerieren, die intraligamentäre Anästhesie (ILA) als primäre Methode der zahnärztlichen Lokalanästhesie zu praktizieren und die konventionellen Methoden nur noch anzuwenden, wenn die ILA versagt hat.

Sicher gibt es gute Gründe für die Anwendung der Leitungs- und der Infiltrationsanästhesie zur Erreichung einer Analgesie vor Schmerzen verursachenden, zahnärztlichen Behandlungen, wobei der Patient anästhesiebedingte Beeinträchtigungen akzeptieren muss. Vor allem die Einschränkung von Artikulation und Mastikation über Stunden wird von den Patienten als unangenehm empfunden.

Medizin-technischer Fortschritt, die Erfahrung mit der Anwendung sensibler Injektionssysteme für die ILA und die Ergebnisse klinischer Studien haben dieser Lokalanästhesie-Methode neue Möglichkeiten eröffnet, als Alternative zur Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior und zur Terminalanästhesie, eine Schmerzausschaltung zu erreichen und die intraligamentäre Anästhesie als primäre Methode der zahnärztlichen Lokalanästhesie dem eigenen Repertoire der Schmerzausschaltung beizufügen.

Ein dementsprechend breiter Kursteil wird der praktischen Anwendung der intraligamentären Anästhesie durch praktische Übungen am Schweinekiefer gewidmet.Kursinhalte
• Komplikationen und Grenzen der intraligamentären Anästhesie
• Die intraligamentäre Anästhesie – Alternative der konventionellen Lokalanästhesie-Methoden
• Methode der intraligamentären Anästhesie und Materialien
• Das Patientenrechtegesetz und die Konsequenzen für die Aufklärung über Risiken und Alternativen der Leitungs- und der Infiltrationsanästhesie
• Ökonomische Aspekte der Lokalanästhesie – primäre Methode ILA
• Nutzen der ILA für den Behandler und den Patienten (Marketing-Aspekte)

Praktische Übungen am Schweinekiefer