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09.05.2015
Ästhetik

Komposit oder Keramik: Was? Wann? Wie?

24106 Kiel

Termin: 09.05.2015, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Kunzelmann, München
Ort: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, Westring 496, 24106 Kiel
CME-Punkte: 8
Kursnummer: 15-01-063
Kosten: 210 €

Auskunft & Anmeldung:

Westring 496, 24106 Kiel
Tel.: 0431/26 09 26-80
Fax.: 0431/26 09 26-15

In vielen Indikationen sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich können Komposit- aber auch Keramikrestaurationen zum Einsatz kommen (Veneer vs. Füllung, Inlays vs. Füllung). Die Entscheidung, was in welcher Indikation die zu bevorzugende Alternative darstellt, hängt von zahlreichen Faktoren (z. B. Patientenvariablen, Zahnarztvariablen, Infrastruktur, Versicherungs-/Kostensituation etc.) ab. Der Fokus der Präsentation liegt auf den lokalen Patientenfaktoren. Als Faustregeln kann man formulieren: je umfangreicher und komplexer eine Situation ist, um so sinnvoller ist der Einsatz indirekter Restaurationen (z. B. Quadrantenversorgung), wobei man sowohl Komposite als auch Keramiken verwenden kann. Ebenso gilt: je anspruchsvoller die Erwartungen des Patienten, umso häufiger wird man sich für Keramik entscheiden. Kompositversorgungen sind dagegen nahezu unschlagbar, wenn die minimal-invasive Therapie im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung steht. Die Präparationsrichtlinien von Keramikinlays und -teilkronen wurden ursprünglich von den Goldrestaurationen abgeleitet. Seit über 20 Jahren wird an diesen Richtlinien festgehalten und keine Neubewertung durchgeführt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Richtlinien aus einer Zeit stammen, als keine oder nur unzureichend wirksame Dentinadhäsive verfügbar waren. Auch die Keramikwerkstoffe waren deutlich weniger belastbar als heute. Fasst man diese Punkte zusammen, muss man unweigerlich den Schluss ziehen, dass eine systematische Neubewertung unter modernen Gesichtspunkten mehr als überfällig ist. Dies gilt in besonderem Maß für die Indikationsstellung der Höckerüberkupplung. Hier fehlen international einheitliche Empfehlungen. In Deutschland kommt hier als weitere Problematik hinzu, dass abrechnungstechnisch das über Kuppeln aller Höcker finanziell gefördert wird, was andererseits bedeutet, dass zahnhartsubstanzschonende Präparationen finanziell benachteiligt sind. Anhand klinischer Beispiele werden u.a. folgende konkreten Situationen angesprochen: - Kompositrestaurationen im Front- und Seitenzahnbereich - Inlays: Präparationstiefe/Keramikschichtdicke/Divergenzwinkel der Präparation - Teilkronenpräparation: Höckerüberkuppelung - wann und wie - Kauflächenveneers im Erosionsgebiß - Frontzahnveneers.

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