16. Mai 2006 - Ästhetik - nicht nur
in der ZahnMedizin - steht heute auf der Wunschliste vieler Patienten und
demnach auf der Hitliste vieler Zahnarztpraxen. Sieben Beiträge unseres
aktuellen interaktiven Fortbildungsteils beschäftigen sich mit Dingen, die
über die Wiederherstellung der Kaufunktion hinausgehen. Alle
Beiträge, egal aus welchem Fachbereich der Zahnmedizin sie kommen, tragen
dazu bei, die ästhetischen Möglichkeiten fachlich fundiert ins rechte
Licht zu rücken.
So diskutieren Dr. Catharina Zantner et. al., Berlin,
über die in der Werbung viel gepriesenen
"Weißmacher-Zahnpasten" und sagen, was die Zähne wirklich
"weiß" macht.
Wenn Zähne trotz Putzen nicht strahlend weiß
sind, kann mit der Bleichtherapie abgeholfen werden. Dabei gibt es aber einiges
Neues und viel zu beachten, wie Dr. Annette Wiegand und Prof. Dr. Thomas
Attin, Göttingen und Zürich, kundtun.
Schwarze Dreiecke zwischen den Zähnen stören
manch ein fröhliches Lachen. Mit welchen einfachen, raffinierten aber
trotz allem minimalinvasiven Therapie-Tricks diese dauerhaft verschwinden,
verrät Prof. Dr.
Bernd Klaiber aus Würzburg.
Verlängerte Zähne durch gingivale Rezessionen
stören das ästhetische Erscheinungsbild besonders im
Oberkiefer-Frontzahnbereich. Prof. Dr. Markus B. Hürzeler et al.,
München, stellen die Proportion zwischen Gingiva und Zahn mittels
mikrochirurgischer Parodontalchirurgie wieder her und rehabilitieren durch
diesen Eingriff die orofaziale Erscheinung des Patienten.
Die ästhetische Rehabilitation nach Implantation
stellt höchste Ansprüche an die Planung und erfordert Konsens mit dem
Patienten, wie das Erlanger Team Dr. Stefan Holst und Prof. Manfred
Wichmann deutlich macht.
Der Kiefer- und Schönheitschirurg Prof. Dr. Dr. Rainer
Schmelzeisen stellt sich mit seinen Koautoren die Frage, wo
Ästhetik beginnt und wo sie aufhört. Anhand vieler Beispiele
erläutern sie ihre Sichtweise und zeigen, dass ein charaktervolles Gesicht
manchmal sogar schöner sein kann, als ein allen fest geschriebenen Normen
entsprechendes.
Der Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio, Freiburg,
betrachtet die ästhetische und kosmetische Zahnmedizin aus der Sicht des
Philosophen und Mediziners. Sein Fazit: Wenn die Zahnmedizin weiterhin
zukünftig als vertrauenswürdige Institution gelten soll, und nicht
als Handwerk abgestempelt sein will, dann muss sie sich eindeutiger mit
überzeugenden Argumenten dazu bekennen, dass es ihr nur um das Wohl der
Patienten und nicht allein um die Erfüllung von Kundenwünschen geht.
Für den
diesjährigen zm-Frühjahrsfortbildungsteil können Sie
Fortbildungspunkte sammeln. Die Fragen finden Sie am Ende des jeweiligen
Artikels oder unter @-Fortbildung.
Verantwortlich für den Fortbildungsteil:
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Prof. Dr. Detlef Heidemann
Susanne Priehn-Küpper
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zm 96, Nr. 10, 16.05.2006, Seite 36-37
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