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Mai 2009 - Zahnärzte haben heute mehr denn je mit sogenannten
"Problempatienten" zu tun, die mit außergewöhnlichen
Allgemeinerkrankungen in die Praxen kommen. Diese verlangen dem ZahnArzt und
seinem Team ganz besondere Kenntnisse und Fähigkeiten bei der
zahnärztlichen Behandlung ab. Dieser Fortbildungsteil greift vier
Allgemeinerkrankungen auf, die besondere medizinische Vorkenntnisse, eine
interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem behandelnden Mediziner sowie eine
besondere Herangehensweise der zahnärztlichen Behandlung erfordern.
Dr. Katrin Bekes und Dr. Leonore
Kleeberg, Halle, beschreiben das bei Kindern immer häufiger zu
beobachtende Phänomen der Hypomineralisation von Molaren (MIH). Die
Ausprägung dieser Veränderungen und die daraus resultierende
Problematik können stark unterschiedlich sein.
Die Autorinnen weisen darauf hin, dass es wichtig ist, die Diagnose früh
zu stellen und die betroffenen Kinder in ein engmaschiges Recall einzubetten.
Dies könnte dann eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation der
Kinder gewährleisten.
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Dentale
Behandlungsverfahren zählen zu den häufigsten invasiven chirurgischen
Eingriffen, wie Dr. Peer
Wolfgang Kämmerer und Dr. Dr. Marcus Oliver Klein, Mainz,
schreiben. Eine angeborene Hämophilie lässt hierbei manchen trivialen
Eingriff zur schweren Komplikation "entarten". Die Autoren
beschreiben das Krankheitsbild der ererbten, erworbenen oder medikamentös
induzierten Abnormalität des Gerinnungssystems. Sie erklären die
Hintergründe und geben Anleitungen zu einer möglichst traumafreien
Behandlung im Zahnarztstuhl, die interdisziplinär gestützt sein
sollte. Werden alle Anleitungen befolgt, kann der Behandler seinem
Hämophilie-Patienten gut vorbereitet, aber auch stressfrei begegnen.
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Prof. Dr. Dr. Günter Lauer und Dr.
Annett Müller, Dresden, beschreiben die Epidermolysis bullosa
(EB), eine Gruppe von erblichen Erkrankungen, die neben Erscheinungen an Haut
und Schleimhaut auch Zahndysplasie, Muskeldystrophie, Syndaktylie,
Oesophagusstenosen und Pylorusatresie assoziieren können. Während die
Diagnostik sehr früh möglich ist, ist derzeit keine kausale Therapie
bekannt.
Der Schleimhautbefall führt bei diesen Patienten zu einer
eingeschränkten Mundhygiene mit den entsprechen zahnmedizinischen Folgen.
Der zahnmedizinischen Sanierung ist daher in interdisziplinärer Weise
große Beachtung zu schenken.
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Bei einer von 500
Geburten tritt eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf. Prof. Dr. Dr. Alexander Hemprich,
Leipzig, beschreibt die Ursachen dieser Fehlbildung und die heute gängigen
Operationsverfahren, die zwar primär die Funktion des Schluckens für
die Ernährung des Säuglings gewährleisten, gleichzeitig aber
auch eine spätere Beeinträchtigung der Sprachentwicklung inklusive
Phonetik verhindern sowie Ästhetik fördern sollen. Er beschreibt ein
interdisziplinär orientiertes Behandlungskonzept, das die Anzahl der
früher erforderlichen Operationstermine erheblich reduzieren kann. Die
Begleitung eines Patientenfalls über elf Jahre zeigt beste
ästhetische und funktionelle Ergebnisse. sp
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Verantwortlich für den Fortbildungsteil:
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Prof. Dr. Detlef Heidemann
Susanne Priehn-Küpper
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zm 99, Nr. 10, 16.05.2009, Seite 34-35
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