Frühjahrsfest KZBV/BZÄK

Plattform für Politik

1. Juni 2009 - Ein strahlender Himmel und der Blick von der Reichstagskuppel auf Berlin boten eine angemessene Kulisse
Sommerlaune und viele politische Kontaktgespräche gab es auf dem KZBV/BZÄK-Frühjahrsfest im Dachgartenrestaurant des Reichstagsgebäudes.
für das Frühjahrsfest von KZBV und BZÄK im Dachgartenrestaurant des Reichstagsgebäudes. Im Mittelpunkt standen zahlreiche Kontakte und Hintergrundgespräche von Vertretern aus Politik, Standespolitik und Gesellschaft.


Diesmal war der Ablauf ein wenig anders als sonst: Statt ausführlicher politischer Stellungnahmen der Vertreter von Politik und Standespolitik gab es eine herzliche, aber nur sehr kurze Begrüßung seitens der Gastgeber, des KZBV-Vorsitzenden Dr. Jürgen Fedderwitz (Federführung) und des BZÄK-Präsidenten Dr. Peter Engel. Fedderwitz spielte auf das Superwahljahr 2009 und auf das Ende der Legislaturperiode an. Die vergangenen vier Jahre seien aus zahnärztlicher standespolitischer Sicht geprägt gewesen von Themen wie der Umsetzung des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes und des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes, der Abschaffung der 68er-Regelung und der Bedarfsplanung sowie weiterer Belange. Die Zahnärzteschaft habe bei all dem ihre Positionen bezogen und an die Politik gegeben. Auf der Agenda stünden weiterhin die Angleichung der Vergütung Ost-West und Strukturveränderungen in der Versorgung, wie beispielsweise die Ausweitung der Festzuschuss-Regelung auf weitere Bereiche.

Begrüßten zahlreiche Gäste aus Politik, Standespolitik und Verbänden: Dr. Jürgen Fedderwitz, KZBV-Vorsitzender ... ... und Dr. Peter Engel, Präsident der BZÄK


BZÄK-Präsident Engel ging auf das Ringen um die GOZ ein und plädierte für eine vernünftige Lösung. Die Zahnärzteschaft müsse einen derart falschen Ansatz wie den Referentenentwurf bekämpfen. Sie habe mehrfach angeboten, ihre Kompetenz und die auf soliden Zahlen fußenden Berechnungen für die Ausgestaltung der GOZ einzubringen. Natürlich werde die zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung durch eine "schlechte" GOZ nicht einfach verschwinden, aber sie werde schwieriger zu leisten sein. Die ohnehin geschwundene Attraktivität des Berufsstandes werde eher weiter sinken und es könnten daraus regionale Engpässe entstehen. Der Zahnarztberuf müsse sich auch wirtschaftlich rechnen, so Engel.

BMG-Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder (m.) diskutierte mit Dr. Michael Frank, BZÄK-Vizepräsident, Dr. Günther E. Buchholz, stellv. KZBV-Vorsitzender, Dr. Fedderwitz und Dr. Dietmar Oesterreich, BZÄK-Vizepräsident (v.l.n.r.).
   
Dr. Engel und Dr. Fedderwitz im Gespräch mit dem Generalsekretär der FDP, Dirk Niebel


Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Zöller wurde vom BZÄK-Präsidenten begrüßt. Dr. Frank tauschte sich mit Wolfgang Zöller und der ehemaligen MdB Gudrun Schaich-Walch aus.


Zahlreiche Kontakte
Nach der Begrüßung folgte ziemlich schnell das, was den eigentlich relevanten Teil des Abends ausmachte, und weshalb die Gäste so zahlreich gekommen waren: die zahlreichen Kontakte der KZBV-Spitzenvertreter (neben Dr. Fedderwitz seine beiden Stellvertreter Dr. Wolfgang Eßer und Dr. Günther E. Buchholz) und der BZÄK-Spitze (neben Dr. Engel die Vizepräsidenten Dr. Dietmar Oesterreich und Dr. Michael Frank) mit prominenten Vertretern aus Politik, Verbänden und Wissenschaft. Vom BMG kam Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder. Es bot sich reichlich Gelegenheit zu informationellen Hintergrundgesprächen und Begegnungen, die sich für die politische Lobbyarbeit der Zahnärzteschaft in Berlin als unerlässlich erwiesen haben. Auch die Spitzenvertreter der Kammern und KZVen waren zahlreich erschienen und nutzten diese Plattform. pr


zm 99 Nr. 11, 01.06.2009, Seite 20-23