16. Juni 2007 - Jeder
zweite Kieferorthopäde rechnet auf elektronischem Weg ab. Nach wie vor
beherrschen
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Das Gros der Zahnärzte
verschickt die Abrechnung online oder per Diskette. Wer sie noch von Hand
erstellt, hat meist einen triftigen Grund. |
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die Marktführer das Geschehen und bauen
ihre Stellung im konservierend/ chirurgischen wie im auch
kieferorthopädischen Bereich weiter aus. Interessantes Aperçu: Auch
Zahnärzte gehen unter die Software-Entwickler.
Seit vier Jahren erfassen die KZVen die Statistikdaten automatisch und melden
sie nach Ende des Abrechnungslaufs an die KZBV, die die Daten schließlich
aufbereitet. Die EDV-Statistik gibt die Anzahl der Abrechnungen, die im 4.
Quartal 2006 (Stichtag 31. 12. 2006) per Datenträgeraustausch (DTA) und
elektronisch eingereicht wurden, je Programm wieder. Abrechnungen per Papier
berücksichtigt die Statistik nicht.
Insgesamt wurden 42 216 konservierend/ chirurgische (KCH) Abrechnungen per DTA
bei den KZVen eingereicht. Von 43 226 KCH-Abrechnungen wurden 97,7 Prozent
elektronisch erstellt.
In der KFO haben die Zahnärzte fast die Hälfte aller Abrechnungen per
DTA eingereicht, das
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| Grafik 1:
Prozent-Anteil der per Datenträgeraustausch abrechnenden
Zahnärzte/Kieferorthopäden |
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sind 4 276 der insgesamt 8 690 KFO-Abrechnungen im
4. Quartal 2006.
Grafik 1 zeigt den prozentualen Anteil der Zahnärzte je KZV, die per DTA
abgerechnet haben, für den Bereich KCH (blauer Balken) und KFO (roter
Balken). Die KZV Thüringen liegt mit 99,7 Prozent elektronischer
KCH-Abrechnungen vor den KZVen Rheinhessen, Karlsruhe, Bremen und Saarland mit
jeweils 99 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen KZVen sind relativ
gering - die Werte bewegen sich zwischen 99,7 Prozent und 95,5 Prozent (KZV
Mecklenburg-Vorpommern). Die Zahl der Handabrechner geht weiter zurück,
sie betrug in dieser Erhebung im Durchschnitt 2,3 Prozent.
Die Quote der KFO-Abrechnungen per DTA reicht von 18,2 Prozent (KZV
Mecklenburg-Vorpommern) bis 100 Prozent (KZV Bremen). Im Durchschnitt haben
49,2 Prozent der Kieferorthopäden per DTA abgerechnet.
Bei der Interpretation der KFO-Grafik muss man bedenken, dass es in den KZVen
der neuen Bundesländer noch viele kieferorthopädisch tätige
Zahnärzte gibt. Das heißt, diese Zahnärzte sind in erster Linie
konservierend/chirurgisch tätig, behandeln aber auch einige
Kieferorthopädie-Fälle. Die Anschaffung eines
KFO-Abrechnungsprogramms ist für die Mehrheit nicht lohnenswert, daher
werden diese Abrechnungen nach wie vor per Hand erstellt. In Sachsen rechneten
beispielsweise alle Kieferorthopäden per Datenträgeraustausch ab, da
aber mehr als 70 Prozent der kieferorthopädisch tätigen
Zahnärzte - doppelt so viele wie bei den Kieferorthopäden - die
Abrechnung per Papier einreichten, ergibt sich daraus ein Anteil
KFO-Abrechnungen per DTA von unter 50 Prozent.
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| Grafik 2: Anteil der EDV-Systeme
an der Abrechnung per Datenträgeraustausch (KCH) |
DS-WIN-Plus (Dampsoft) und Z1 (CompuDENT Z1) haben ihren Anteil an elektronisch
eingereichten Abrechnungen im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert. Die
Differenz zwischen beiden Programmen ist weiter geschrumpft und beträgt
nun nur noch 0,08 Prozent. Ein Grund für die Steigerung bei Z1 ist
vermutlich, dass CompuDENT sein Programm CD3 zum Jahresende 2006 vom Markt
genommen hat.
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| Grafik 3: Anteil der EDV-Systeme
an der Abrechnung per Datenträgeraustausch (KFO) |
WinDent (ChreMaSoft) liegt erstmals vor ZahnarztRechner (ZVG ZahnarztRechner),
das wiederum gegenüber dem Vorjahr an Marktanteil eingebüßt
hat, nämlich 1,5 Prozent. Jenseits der Drei-Prozent-Marke liegen noch
weitere 61 Abrechnungssysteme, zusammengefasst unter "Andere". Davon
beträgt der Anteil an Datenträgeraustausch-Abrechnungen bei 47
Programmen unter ein Prozent. Im 4. Quartal 2006 wurde unterm Strich mit drei
Abrechnungssystemen weniger als im Vorjahr abgerechnet.
Bei der Abrechnung der kieferorthopädischen Leistungen per
Datenträgeraustausch konnte die Firma Computer konkret mit dem Programm
KFO-Win ihren Marktanteil, wie in den Vorjahren auch, weiter ausbauen.
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| Grafik 4: Anzahl
konservierend-chirurgischer Abrechnungen per Datenträgeraustausch bezogen
auf die einzelnen Programme |
Es ist das einzige Abrechnungssystem, das sich im kieferorthopädischen
Bereich um mehr als ein Prozent, auf jetzt über 20 Prozent Marktanteil,
steigern konnte. In 13 von 22 KZV-Bereichen ist dieses Programm das am
häufigsten für die Abrechnung eingesetzte System.
Mit den führenden drei Abrechnungsprogrammen KFO-Win (Computer konkret),
Z1 (CompuDENT Z1) und Praxident/A4 KFO (Haag & Kubitschek) wurde nahezu
jede zweite KFO-Abrechnungen erstellt.
Unter "Andere" sind 44 Abrechnungsprogramme zusammengefasst.
Insgesamt setzten die Praxen für die DTA-Abrechnung in diesem Bereich 53
verschiedene Programme ein, davon haben 39 Systeme weniger als ein Prozent
Marktanteil.
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| Grafik 5: Anzahl
kieferorthopädischer Abrechnungen per Datenträgeraustausch bezogen
auf die einzelnen Programme |
Grafik 4 zeigt die Gesamtanzahl aller bei den KZVen eingereichten
konservierend/ chirurgischen Abrechnungen per Datenträgeraustausch. Die
Programme DS-WIN-Plus (Dampsoft) und Z1 (CompuDENT Z1) haben noch einmal
deutlich zugelegt. Mit DS-WIN-Plus wurden 590 elektronische Abrechnungen mehr
verschickt, mit Z1 sogar 780 DTA-Abrechnungen mehr, während mit dem
ZahnarztRechner 594 Abrechnungen weniger als im 4. Quartal 2005 erfolgten. Die
unter "Andere" zusammengefassten 6 215 elektronisch erstellten
Abrechnungen wurden mit 53 verschiedenen Systemen durchgeführt, wobei mit
24 Abrechnungssystemen weniger als zehn Abrechnungen erstellt wurden, mit elf
Zahnarztprogrammen nur je eine Abrechnung. Dabei handelt es sich zum
größten Teil um Programme, die Zahnärzte für den
Eigengebrauch geschrieben haben.
Zahnarzt strickt Software
Ebenfalls ursprünglich für den Eigenbedarf geschrieben war auch das
Programm Zahn 32, das nun erstmals in dieser Übersicht, da unter den
ersten 15, aufgeführt ist. Mittlerweile hat sein "Erfinder", der
Zahnarzt Lutz Hergesell, seine Praxis aufgegeben und widmet sich
ausschließlich seiner Software.
Zur Abrechnung des 4. Quartals 2006 wurden für die Kieferorthopädie 4
276 Datenträger bei den KZVen eingereicht, 185 DTA-Abrechnungen mehr als
im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 878 Diskettenabrechnungen wurden mit den
Programmen KFO-Win der Firma Computer konkret - das sind 96 mehr als im 4.
Quartal 2005 - und 742 mit Z1 von CompuDENT Z1 erstellt.
Die unter "Andere" zusammengefassten 355 DTA-Abrechnungen beinhalten
38 verschiedene zahnärztliche Programme, mit denen jeweils weniger als 37
Abrechnungen gemacht wurden.
Erstmals wurden für das 4. Quartal 2006 von der KZBV nach KZVen
aufgegliederte Software-Hersteller-Übersichten erstellt: Die KCH-TOP 10
und die KFO-TOP 5 können bei der KZBV (S.Bonin@KZBV.de) angefordert
werden.
Susanne Bonin
KZBV-Vertragsinformatik
Universitätsstr. 73
50931 Köln
zm 97, Nr. 12, 16. 06. 2007, Seite
84-87
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