Remscheid: Die Wissenschaft des Durchleuchtens |
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16. Juni 2007
- Wie funktionieren Röntgenstrahlen, wie gefährlich sind sie und
was kann man damit machen? Das Deutsche
Das wiedereröffnete Deutsche Röntgen-Museum in Remscheid lädt dazu ein, Leben und Werk von Wilhelm Conrad Röntgen kennenzulernen. Es zeigt die Meilensteine der Entwicklung in der Röntgentechnik und widmet sich auch der Astronomie, der Archäologie, der Sicherheitstechnik und der Kunstgeschichte. Die vielseitigen Möglichkeiten der Röntgendiagnostik werden anhand von zahlreichen Röntgenaufnahmen der diversen Organe und Körperteile sowie anhand von Spezialaufnahmen, so auch der moderneren Computertomographie nahegebracht. Ein Höhepunkt des Museums ist das vollständig erhaltene "Röntgen-Kabinett" aus dem Jahre 1905, in dem eine Röntgenröhre auf einem Stativ ohne schützende Bleiumhüllung zu sehen ist. Zwar kann der Besucher derzeit das originelle, aber nicht sehr bekannte tragbare Röntgeninstrument "Diaphor R" (ein sogenanntes Feldröntgengerät, dass in portablen
Das Omniskop des Kieler Feinmechanikermeisters Ernst Pohl (1872-1962) zählt zu den besonderen Ausstellungsstücken des Museums. Mithilfe dieses Instrumentes war es damals schon möglich, den Patienten in allen erforderlichen Positionen (Seitenlage, stehend und liegend) zu untersuchen. Die extreme Beweglichkeit und leichte Handhabung des Gerätes, das mit dem Patienten sowohl gedreht als auch gekippt werden konnte, ermöglichte rasches Handeln.
Siemens-Röntgenkugel Auch die zahnmedizinischen röntgenologischen Aspekte werden im Remscheider Museum berücksichtigt. So kann der Besucher die Siemens Röntgenkugel in toto und auch in einem Schnittmodell bewundern. Ihre diversen Anwendungsmöglichkeiten für Zahn- und Knochenaufnahmen werden anhand von Fotos und dazugehörigen Röntgenbildern verdeutlicht. Die Herstellung der Zahnaufnahmen war mit einem anderen Tubus möglich und konnte auch mit
Daneben ist das fest an der Wand montierte Ritter Zahngerät Modell D4 von 1948 positioniert, sowie das "Panorex S. S. White" von 1955, bei dem sich die Röhre und der Film in 20 Sekunden um den Kiefer des Patienten bewegten und das so die vollständige Darstellung des Ober- und Unterkiefers auf einer einzigen Aufnahme ermöglichte. Das Museum befindet sich zurzeit noch immer in baulichen Veränderungen, die sich bis 2012 erstrecken werden, den Besucher aber nicht behindern. Das Geburtshaus von Röntgen bietet Platz für die Bibliothek und befindet sich in der Nachbarschaft. Zurzeit wird im ersten Haus des Röntgenmuseums eine Ausstellung von Urlaubsfotos von W. C. Röntgen gezeigt. Dr. Wibke Merten, geb. Knöner Tiergartenstraße 29 30559 Hannover Die Autorin ist Vorsitzende des Arbeitskreises Geschichte der Zahnheilkunde der DGZMK, einem freiwilligen Zusammenschluss von Zahnärzten und Wissenschaftlern, die sich mit der Geschichte der Zahnheilkunde befassen. Kontakt: E-Mail: wknoener@web.de, Tel: 0511/514637, Fax: 0511/5109623 Bildquelle Deutsches Röntgen-Museum
zm 97, Nr. 12, 16.06.2007, Seite 102-103 |