25 Jahre LAGZ
Rheinland-Pfalz Prävention mit Nachhaltigkeit |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. Juli 2009 - Mit
einem großen Festakt feierte die Landesarbeitsgemeinschaft
Jugendzahnpflege Rheinland-Pfalz (LAGZ RLP) im Mainzer Schloss ihr
25-jähriges Bestehen. Durch nachhaltiges, interdisziplinäres und
ehrenamtliches Engagement ist es gelungen, die Karies bei Kindern und
Jugendlichen in Rheinland-Pfalz drastisch zu senken und das Bewusstsein
für Mundhygiene zu schärfen.
Der von den Referenten für seine Arbeit gewürdigte Sanitätsrat Dr. Helmut Stein erläuterte anschaulich die Grundlagen des auf freiwilliger Initiative von Zahnärzten, Krankenkassen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst gegründeten Erfolgsmodells LAGZ Rheinland-Pfalz. Das Projekt sei eine echte konzertierte Aktion im Gesundheitswesen, die primär vom nachhaltigen Engagement seiner Akteure gespeist worden sei und werde. Insgesamt
17 Konzepte - ein Ziel Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK und gleichzeitig alternierender Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (DAJ) begrüßte die Erfolgsgeschichte der zahnmedizinischen Prävention. Es sei gelungen, auch unterschiedliche Ausrichtungen und Interessenlagen der einzelnen Akteure zu verbinden. Die unterschiedlichen Konzepte der 17 verschiedenen Arbeitsgemeinschaften in Deutschland verfolgten alle das gleiche Ziel - die Verbesserung der Zahngesundheit der Kinder. Dank dieser Arbeit seien die Zugangsschwelle zur Prävention gesenkt und die Chancengleichheit erhöht worden. Zudem komme die Zahnärzteschaft mit dem Engagement in der Jugendzahnpflege zielgerichtet ihrer Gemeinwohlverpflichtung nach. Oesterreich wies darauf hin, dass die Jugendzahnpflege Integrationsarbeit zwischen Individual- und Gruppenprophylaxe geleistet habe. "Vernetzung und eine langfristige Betreuung führen zum Ziel", bestätigte Oesterreich auf dem Festakt die Arbeit der LAGZ.
Malu Dreyer, die auch für Gesundheit zuständige rheinland-pfälzische Ministerin, bezeichnete in ihrem Grußwort die Arbeit der LAGZ RLP als Vorbildprojekt, das sich vor allem durch seine Lebendigkeit und seinen ausgeprägten Spaßfaktor auszeichne. Das Projekt sei einfach, schlüssig und fachlich, betonte Dreyer: "Ein besonderes Lob gilt dem Aktiv-Programm, weil es vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien integriert und beachtet." Dreyer schloss mit der Zusage zur Fortsetzung der finanziellen Förderungen für die LAGZ RLP seitens der rheinland-pfälzischen Regierung. Walter Bockemühl, stellvertretender Vorsitzender der LAGZ RLP, sprach für die Gesetzlichen Krankenversicherungen. "Kein einziges Projekt im Bereich Zahngesundheit war so erfolgreich, wie die eigeninitiativ gegründete LAGZ RLP", erklärte er in seiner Rede. Er betonte, dass der "bottom-up" initiierte Inhalt der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe 1989 mit der Einführung des § 21 ins SGB V in einen gesetzlichen Auftrag umgewandelt wurde. Mit dieser Maßnahme seien die Strukturen aus Rheinland-Pfalz faktisch bestätigt worden. Die Krankenversicherungen in Rheinland-Pfalz hätten für die Arbeit der LAGZ RLP für das laufende Jahr 2009 2,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dr. Michael Rumpf, der Präsident der Landeszahnärztekammer Rheinland Pfalz, betonte in seinem Grußwort, dass die Kinder durch die Leistung der LAGZ ein beispielloses Plus an Zahngesundheit gewonnen hätten. Aus seiner Sicht sei es wichtig, sich auf die Kinder zu konzentrieren, denn sie seien die Zukunft. Zahnmedizin & Allgemeingesundheit In einem Festvortrag erläuterte Prof. Dr. Brita Willershausen, Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde an der Universität Mainz, die Bedeutung der zahnmedizinischen Prävention für die Allgemeingesundheit. Willershausen begleitet
Zum Ende der Veranstaltung verlieh Sanitätsrat Stein Sanitätsrat Dr. Herbert Frank die Verdienstmedaille der LAGZ RLP für sein außergewöhnliches Engagement in der Jugendzahnpflege. Frank hatte durch seine Verbindungen zu Vertragspartnern auf Landesebene maßgeblich zur erfolgreichen Gründung der LAGZ RLP beigetragen. Unterhaltsam präsentierte die Familienklasse der Martinusschule Mainz zum Ende der Veranstaltung mit einer Gesangseinlage die Premiere eines "Max-Schrubbel Songs" unter der Moderation von Clown "Mausini", der mit seiner erfrischenden Art durch die Veranstaltung führte. sf zm 99, Nr. 13, 01.07.2009, Seite 76-77 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||