1. Juli 2010


 
Wehe das Wasser schwappt
Ein chinesisches Busunternehmen hat eine ungewöhnliche Methode entwickelt, um seine Fahrer zu mehr Vorsicht zu mahnen: Direkt neben dem Lenkrad schaukelt eine Schale mit Wasser, das bei gewagten Fahrmanövern überschwappt. Die Betreiber des Longxiang-Bus-Unternehmens in Changsha in der chinesischen Provinz Hunan gehen dabei ?auf Nummer sicher: Am Ende jeder Schicht wird zunächst die Füllmenge der Wasserschale überprüft. Gerät ein Fahrer in Verdacht, wird anhand einer Videoüberwachung kontrolliert, ob er die Schale möglicherweise selbst einfach nachgefüllt hat.sg/ÄZ
 
Kolumne
 
Jubeljahre
Hundert Jahre zm, das sind schon gewaltig viele. Da fällt mir erst mal, außer vielleicht Jopi Heesters, nix zu ein. Jetzt, zu guter Letzt, hat es also auch das offizielle Organ der Zahnärzteschaft erwischt!
Da denkt man nichts Böses, dann kommt man "in die Jahre", ruckzuck wird gekränzt, der Bürgermeister kommt, der Posaunenchor spielt vor, dann offizielles Organversagen - und Schluss. Können Sie sich so was vorstellen?
Nun gut, bis es so weit ist, kann ich, zumindest wenn es mit der einen oder anderen Kolumne klemmt, auf die Sprünge helfen - falls die Finger mal auf der Tastatur liegen bleiben oder die Denke klapprig wird. Und selbst, wenn beim Schreiben der Biss nicht mehr stimmt, komme ich vorbei und schau mal drauf. Hab ich ja schließlich gelernt als mitdenkender Zahnarzt.
Aber man muss das auch mal positiv sehen, hohes Alter hat schon seine Vorteile: Das ganze Umfeld ist nachsichtig, falls man mal das eine oder andere vergisst; man kann schon mal daneben hauen, auch wenn es wirklich um was Wichtiges geht - kurz: es wird einem fast alles verziehen.
Trotzdem sag ich Ihnen jetzt schon, dass Sie auf die alte Marke zm achten müssen: zweiter Frühling, dritter, ... wer weiß, was da noch so alles geht. Denn medial ist da heute schon einiges machbar. Schließlich ist jede Info nur so alt, wie die Nachricht sich anfühlt.
Also machen wir uns doch alle mal ganz locker: Vielleicht erleben die Jubiliare noch einmal so viele Jubeljahre.
Und was sind denn wirklich schon 100 Jahre, wenn man doch weiß: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern!
Das lässt doch hoffen, meint
Ihr




zm 100, Nr. 13, 01.07.2010, Seite 152