1. Juli 2010 |
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Niederlassung von Psychologen und Chirurgen Patientenkaufkraft mit entscheidendViele Psychologen und Angehörige der Fachgruppe plastischer und ästhetischer Chirurgie siedeln sich häufig in wirtschaftlich kaufkräftigen Gegenden an.Das hat die Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse (GGMA) im Auftrag der ArztData GmbH in Hamburg ermittelt. Die Analyse des medizinischen Kaufkraftindexes bei Neuniederlassungen sowie Praxisverlegungen zeige, dass das Kriterium Kaufkraft bei der Standortwahl für Ärzte einen hohen Stellenwert habe, so die Gesellschaft. "Die Patientenschaft setzt sich fast ausschließlich aus Privat- und Selbstzahlern zusammen", sagt Bodo Kröger, Geschäftsführer von ArztData. "Daher ist der sorgfältig ausgewählte Praxissitz natürlich entscheidend. "Der medizinische Kaufkraftindex bemisst, wie groß im jeweiligen Einzugsgebiet die Nachfrage nach medizinischen Privat- und Selbstzahlerleistungen ist. Er errechnet sich aus dem verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte von 1995 bis 2006 und dem Privatpatienten-Anteil der niedergelassenen Ärzte des jeweiligen räumlichen Einzugsgebiets. sg/pm Tagung Bundesverband Dentalhandel Verhalten optimistischEine verhalten optimistische Bilanz des Geschäftsjahres 2009 zog der Präsident des Bundesverbands Dentalhandel e.V. (BDV), Lutz Müller. "Das Tal ist noch nicht ganz durchschritten, aber wir sind auf einem gutem Weg", sagte Müller unlängst auf einer Tagung des BDV in Dresden.Der Präsident des Verbands Deutscher Zahntechniker-Innungen, Jürgen Schwichtenberg, legte auf der Veranstaltung ausdrücklich ein Bekenntnis zu den vorhandenen Einzellaboren in Deutschland ab, die hervorragende Arbeit leisten würden. Unisono betonten Müller und Schwichtenberg den zunehmenden Einfluss von rechtlichen EU-Maßnahmen, die immer stärker das Wirtschaftsgeschehen auch in der Dentalbranche beeinflussten. sg Statistisches Bundesamt ![]() Mehr Insolvenzen von UnternehmenNach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhte sich im ersten Quartal 2010 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr. So meldeten die deutschen Amtsgerichte 8 230 Firmenpleiten, das waren 6,7 Prozent mehr als im ersten Quartal 2009. Die Verbraucherinsolvenzen nahmen im ersten Vierteljahr 2010 mit 27 236 Fällen um 13,0 Prozent zu. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 42 699 Insolvenzen registriert. Das ist ein Anstieg von 9,5 Prozent. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2010 auf 8,7 Milliarden Euro gegenüber 9,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2009. sg/pmPraxisorganisation Neuer Ratgeber erschienenDer häufigste Grund für Patientenunzufriedenheit und Abwanderungen zu anderen Praxen sind lange Wartezeiten. Nach Angaben des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) beträgt die durchschnittliche Wartezeit in hausärztlichen Praxen rund eine Stunde. Derart lange Wartezeiten greifen nicht nur die Nerven der Patienten an, sondern auch das Image der Arztpraxen. Durch gute Praxisorganisation können lange Wartezeiten vermieden werden. Wenn zwischen den einzelnen Terminen immer ein wenig Luft eingeplant wird, dann erstrecken sich kleine Überziehungen nicht über den ganzen Tag. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen, sollte das den Patienten bereits am Empfang mitgeteilt werden. Wenn die Patienten wissen, wie lange sie warten müssen, können sie sich darauf einstellen und vielleicht noch kurz rausgehen, um Besorgungen zu machen. Auf diese Weise haben die Patienten nicht das Gefühl, ihre Zeit vergeudet zu haben. Wesentlich geduldiger sind Patienten, wenn sie verstehen, warum sie warten müssen. Ein Informationsschild im Wartezimmer, das die Gründe für die Verzögerung - zum Beispiel Notfälle - erklärt, erzeugt Verständnis.Weitere Serviceaspekte und viele andere Tipps finden (Zahn-)Ärzte im neu erschienenen Ratgeber "Marketing in der Praxis" im praktischen Kitteltaschenformat aus dem Ratgeberverlag. (Zahn-) Ärzte finden hier konkrete Marketinghinweise mit vielen Checklisten und Tipps. sg/pm Medienbüro Medizin (MbMed): Ratgeber für Ärzte - Marketing in der Praxis , 9,90 Euro ISBN: 978-3-931688-15-8. Bestellung versandkostenfrei im Internet: www.ratgeberverlag.de oder anfordern bei: Der Ratgeberverlag GmbH Behringstr. 28 A, E2 22765 Hamburg Tel.: 040/ 28418360 Fax: 040/28418366 Ausbildungssituation in den Freien Berufen Bewerbermangel drohtDie Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den Freien Berufen ist zwar derzeit noch entspannt. Dennoch droht in Zukunft ein Bewerbermangel. Dies ist einer Stellungnahme des Berufsverbands Freier Berufe (BFB) zu entnehmen. So wurden im Frühjahr bereits rund 9 500 Verträge abgeschlossen, das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann rechnet bei der Schlussrechnung zum 30. September mindestens mit einem gleich guten Ergebnis wie im Vorjahr, in dem 42 675 Neuverträge abgeschlossen wurden. Oesingmann: "Es zeigt sich, dass - anders als im produzierenden Gewerbe - die Wirtschafts- und Finanzkrise auch im zweiten Jahr so gut wie keine Auswirkungen auf das Ausbildungsengagement und das Bereitstellen von Ausbildungsplätzen bei den Freien Berufen hat."Dennoch sei ablesbar, dass sich aufgrund des demographischen Wandels die Situation auf dem Ausbildungsmarkt auch bei den
Freien Berufen immer mehr vom Lehrstellenmangel hin zum Bewerbermangel
entwickelt. Wo sich früher noch bis zu 20 Bewerberinnen auf eine
Ausbildungsstelle zur Medizinischen Fachangestellten beworben hätten,
seien es heute zum Teil nur noch fünf oder noch weniger. Damit verringere
sich die Auswahlmöglichkeit, so dass immer häufiger auch Jugendliche
eingestellt werden, die zusätzlicher Hilfen bedürfen, um eine
Ausbildung erfolgreich zu Ende zu führen. Da sich das Ausbildungshemmnis
der mangelnden Ausbildungsreife nicht von heute auf morgen beseitigen lasse,
müssten andere Wege der Nachqualifizierung gefunden und entwickelt oder
vorhandene stärker genutzt werden. Hierzu böten sich etwa die
ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Arbeitsagenturen an. Mit diesen - von
den Agenturen finanzierten - Hilfen können Jugendliche durch
Förderung des Erlernens der berufsspezifischen Fachtheorie, durch
Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie durch
sozialpädagogische Begleitung unterstützt werden. So könnte Jugendlichen die Chance auf eine erfolgreiche Ausbildung gegeben werden, die auf den ersten Blick nicht in das Bewerbungsprofil passten. Ferner sollte erwogen werden, das äußerst erfolgreiche Instrument der Einstiegsqualifizierung (EQ) - von der Bundesagentur für Arbeit finanzierte Praktika, die als Brücke in Ausbildung dienen -, flächendeckend auch bei den Freien Berufen einzusetzen. Mit der EQ könnten Freiberufler die jungen Menschen kennenlernen und sie in der täglichen Praxis betrachten. Dabei habe sich oftmals herausgestellt, dass viele Jugendliche, die auf den ersten Blick das Bewerberprofil klar verfehlen, sich als hervorragende Auszubildende herausstellten. Rund zwei Drittel der EQler werden anschließend in eine Ausbildung übernommen. sg/pm zm 100, Nr. 13, 01.07.2010, Seite 108-109 |