1. September 2009  

 
Curry-Wurst kriegt Museum in Berlin
Zu ihrem 60-jährigen Jubiläum ehrt Berlin die Curry-Wurst mit einem eigenen Museum. Sie ist nun nicht mehr nur in Imbissen anzutreffen, sondern auch in der Schützenstraße 70 im Stadtbezirk Mitte museal zu bestaunen. Dort können sich Besucher über Geschichte, Produktion und Kultur der Kalorienbombe, eine Wurst bringt es auf ca. 300 Kalorien, informieren. Für Berliner gilt 1949 als Geburtsjahr für die Wurst, damals experimentierte die "Mutter" der Currywurst, Herta Heuwer, in ihrem Imbiss zum ersten Mal mit einer scharf-würzigen Sauce. Für Hamburger ist die Curry-Wurst zwei Jahre älter: Der Schriftsteller Uwe Timm nennt in seinem Roman "Die Erfindung der Currywurst" die Kunstfigur der Lena Brückner als Entdeckerin. sg
 
Enge Badehosen verboten
Ein britischer Freizeitpark hat enge Badehosen für Männer verboten - und will auch gegen allzu behaarte Besucher vorgehen. Der Anblick von Männern in knapper Bademode sei geschmacklos und unangenehm für Familien mit Kindern, erklärten die Verantwortlichen des Parks Alton Towers in der nordwestenglischen Grafschaft Staffordshire. Männer müssen deshalb im Badebereich in dezenten Shorts auftreten. Auch hat der Park üppiger Körperbehaarung den Kampf angesagt: Männer sollten sich künftig um die Intimzone epilieren, hieß es. sg/äz
 
Schwimm-Shorts verpönt
In Wiener Schwimmbädern sind lange Bermudashorts der Badenden nicht gern gesehen. Grund: Die Bademeister machen sich Sorgen über Hygiene und Kosten. Rund 2,5 Liter Wasser befördere ein Schlabberhosenträger aus dem Becken, wenn er zu seinem Liegeplatz zurückkehre, sagte Bäder-Sprecher Martin Kotinsky der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Bei 1.000 Trägern pro Becken entspreche das 2500 Litern oder 7,50 Euro am Tag. Zudem sammele sich in den Hosen Dreck von den Wiesen und verschmutze beim Sprung ins Becken das Wasser.
Allzu streng will man mit modebewussten Badenden nicht sein: Ein wirkliches Verbot sei derzeit noch nicht angedacht. sg/äz
 
Kolumne
 
Was sonst noch alles ?
An jedem Zahn hängt ein Mensch, das wissen wir. Was wir noch nicht wussten: In den westlichen Ländern sollen etwa 16 Prozent der Menschen allein deswegen sterben, weil sie sich zu wenig bewegen. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden, die die Daten von zig Tausenden analysierten.
Männer, die Sport treiben, leben übrigens länger, so die Wissenschaftler. Also Jungs: Ran an den Speck, Sportschuhe an, rauf auf die Laufbahn.
Aber Vorsicht: Zu viel Sport ist dann auch wieder nicht angesagt. Ist man nämlich zu gut, werden die anderen skeptisch. Das konnte man während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft dieses Jahr in Berlin sehen. Der Weltrekord über 100 Meter versetzte nicht nur Sportwissenschaftler in Verwunderung.
Vor dem Start soll der Fernsehmoderator sinngemäß gesagt haben, da koche jetzt sicher das Adrenalin im Blut des Sportlers. Um dann nach einer Weile zu ergänzen: Und wer weiß, was sonst noch alles. Was er wohl gemeint haben könnte?




zm 99, Nr. 17, 01.09.2009, Seite 172