1. September 2006 -
Annähernd 100 Prozent der Zahnärzte aus der KCH rechnen elektronisch
ab, bei den Kieferorthopäden
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Grafik 1: Prozent-Anteil der per
Datenträgeraustausch abrechnenden Zahnärzte/Kieferorthopäden
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sind es - noch - weniger als die Hälfte.
Bei der Technik setzen die Zahnärzte auf bewährte Programme: Die
Marktführer konnten ihre Stellung deshalb weiter ausbauen, insgesamt ist
wenig Bewegung auf dem Markt.
Nach Ende des Abrechnungsablaufs meldeten die KZVen die Daten zur EDV-Statistik
mit Stichtag 31. 12. 05 an die KZBV. Die Erhebung erfolgte wieder durch das
Empfangsmodul der KZBV, das alle zur Abrechnung eingesetzten Systeme
automatisch einliest. Die Statistik dokumentiert die bei den KZVen per Diskette
eingegangenen Abrechnungsdateien je Programm, inklusive der elektronisch
übermittelten Abrechnungen. Dokumente auf Papier bleiben in dieser
Darstellung unberücksichtigt.
Insgesamt reichten die Zahnärzte 43 599 konservierend/chirurgische
Abrechnungen für das 4. Quartal 2005 bei ihren KZVen ein, davon wurden 41
869 per Datenträgeraustausch vorgelegt. 4 091 kieferorthopädische
Abrechnungen von insgesamt 8 905 gingen in elektronischer Form ein.
Grafik 1 zeigt, wie viele Zahnärzte prozentual am
Datenträgeraustausch teilnahmen, sowohl in der Kons/Chirurgie (KCH) als
auch in der KFO. Ergebnis: Nahezu 100 Prozent der Zahnärzte im Bereich
konservierend/ chirurgische Versorgung machen ihre Abrechnung inzwischen per
Diskette oder online. Alles in allem kommen die elektronischen Abrechnungen
hier auf über 96 Prozent, in sieben KZVen sogar auf mehr als 98 Prozent.
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Grafik 2: Anteil der EDV-Systeme
an der Abrechnung per Datenträgeraustausch (KCH) |
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Regionale Unterschiede im KFO-Bereich bleiben
Bei den Kieferorthopäden reicht dagegen bundesweit weniger als die
Hälfte, nämlich im Schnitt 46 Prozent, eine Diskette oder eine
Online-Abrechnung ein.
Im KFO-Bereich sind die regionalen Unterschiede nach wie vor erheblich.
Während in Bremen und Rheinhessen jede KFO-Abrechnung elektronisch
eingeht, sind es in elf KZVen weniger als 50 Prozent. Die Tendenz ist hier im
Vergleich zu 2004 aber steigend.
Von den 41 869 elektronisch durchgeführten Abrechnungen in der KCH wurden
jetzt mehr als ein Drittel mit den Programmen DS-WIN-Plus der Firma Dampsoft
und Z1 der Firma CompuDENT erzeugt.
Sowohl DS-WIN-Plus (Dampsoft) mit 18,1 Prozent als auch Z1 (CompuDENT Z1
Software GmbH) mit 17,6 Prozent steigerten ihren Anteil an den elektronisch
eingereichten Abrechnungen gegenüber 2004 nochmals. Das Programm
ZahnarztRechner (ZVG ZahnarztRechner) büßte gegenüber der
Vorjahresstatistik mehr als 2 Prozent ein, liegt aber mit 11,2 Prozent nach wie
vor an dritter Stelle.
Die unter "Andere" zusammengefassten Programme befinden sich jenseits
der 3-Prozent-Marke, darunter fallen 64 Abrechnungssysteme. Davon liegt bei 49
Programmen der Anteil an DTA-Abrechnungen unter 1 Prozent. Bei den
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Grafik 3: Anteil der EDV-Systeme
an der Abrechnung per Datenträgeraustausch (KFO) |
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Kieferorthopäden konnte das Programm KFO-Win
der Firma Computer konkret um 1,7 Prozent weiter zulegen.
So gehen 19,1 Prozent aller DTA-Abrechnungen auf diese Software, gefolgt von Z1
(CompuDENT Z1) mit 17,7 Prozent. Nur das System Praxident A4/KFO der Firma Haag
& Kubitschek liegt sonst jenseits der 10-Prozent-Marke. Mit diesen drei
Programmen wurde nahezu die Hälfte, nämlich 47 Prozent, aller
elektronischen KFO Abrechnungen erstellt. Unter "Andere" sind 42
Programme zusammengefasst. Insgesamt wurden für die DTA-Abrechnungen in
diesem Bereich 52 verschiedene Programme eingesetzt, davon haben 37 Systeme
weniger als ein Prozent Markt-anteil.
Grafik 4 zeigt die Zahl aller eingereichten Abrechnungen im KCH-Bereich per
Datenträgeraustausch. Die Programme DS-WIN-Plus (Dampsoft) und Z1
(CompuDENT Z1) haben noch einmal deutlich zugelegt. Mit dem Abrechnungssystem
DS-WIN-Plus wurden 603 elektronische Abrechnungen mehr durchgeführt als im
gleichen Zeitraum des Vorjahres, mit Z1 sogar 1 118 DTA-Abrechnungen mehr,
während mit dem ZahnarztRechner 894 Abrechnungen weniger erfolgten.
Das Zahlenverhältnis zwischen Z1 und ZahnarztRechner lässt einen
Umsteigereffekt vermuten, da beide Programme aus einem Haus stammen. Die unter
"Andere" zusammengefassten 6 699 elektronisch erstellten
Abschlüsse wurden mit 56 verschiedenen Systemen errechnet, davon entfielen
auf 26 Softwaresysteme weniger als 10 Abrechnungen, auf 11 Zahnarztprogramme
nur je eine Abrechnung.
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Grafik 4: Anzahl
konservierend-chirurgischer Abrechnungen per Datenträgeraustausch bezogen
auf die einzelnen Programme |
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Grafik 5: Anzahl
kieferorthopädischer Abrechnungen per Datenträgeraustausch bezogen
auf die einzelnen Programme |
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Für den KFO-Fachbereich wurden 4 091 Datenträger bei den KZVen
eingeschickt. 782 wurden mit den Programmen KFO-Win der Firma Computer konkret
und 725 mit Z1 von CompuDENT Z1 verfasst. Somit entfällt mehr als ein
Drittel aller elektronischen KFO-Abrechnungen auf diese beiden Programme.
Insgesamt haben die Kieferorthopäden mit 52 verschiedenen Programmen
gearbeitet, mit 25 Systemen wurden jedoch weniger als 10 elektronische
Abrechnungen geschrieben.
DTA-Abrechnung schmackhaft gemacht
Die zum Teil erheblichen Unterschiede zwischen einzelnen KZVen bei der
elektronischen Abrechnung im KFO-Bereich scheinen in der unterschiedlichen
Förderung der elektronischen Datenübermittlung durch die KZVen zu
liegen.
Beispielsweise werden in Bremen und Rheinhessen die von den Krankenkassen
geforderten Formulare in den KZVen ausgedruckt, dem Zahnarzt wird der Ausdruck
seiner Abrechnung erspart und er übermittelt seine KFO-Abrechnung
ausschließlich auf dem elektronischen Weg.
Susanne Bonin
KZBV-Vertragsinformatik
Universitätsstr. 73
50931 Köln
zm 96, Nr. 18, 16.09.2006, Seite
92-94
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