Das sollte nicht passieren

Ein Beispiel aus der Realität

16. September 2006- Dr. Ulrich Möller aus Ostfildern-Nellingen schickte diese Aufnahmen an die zm-Redaktion, die den Ist-Zustand von stark behinderten Patienten vielerorts (leider) anschaulich dokumentieren.


Der 69-jährige Multiple-Sklerose-Patient (MS) wurde dem Zahnarzt durch seine Tochter zugeführt. Er selbst war motorisch nicht mehr in der Lage, seinen Zahnersatz selbstständig zu reinigen. Er lebt in einer Pflegeeinrichtung und wird dort von einem geschulten, qualifizierten Personal versorgt. Patient und Tochter wurden nach umfangreicher Reinigung des herausnehmbaren Zahnersatzes im Ultraschallgerät und einer speziellen Unterweisung auf den miserablen Zustand der Teilprothese hingewiesen und gebeten, die in der Praxis erlernten Tipps an das Personal weiter zu geben. Bei einem Zweittermin eine Woche (!) später berichtete der Patient, dass seine Zähne nun drei Mal täglich durch das Pflegepersonal gereinigt würden. Die Abbildungen dokumentieren den Zustand nach einer Woche! Dieses Beispiel zeigt die Insuffizienz der Oralprophylaxe in manchen Pflegeeinrichtungen und dokumentiert den dringenden Handlungsbedarf.
sp/UM

   


zm 96, Nr. 18, 16.09.2006, Seite 120