Gartner-Report
2007 Heiße Trends |
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16. September 2007 -
What's hot and what's not? Für Trends im IT-Bereich beantwortet diese
Frage der jährlich erscheinende Ga
Eine Achse für den Hype, eine für die Zeit. Als klassisches Kurvendiagramm visualisieren die Gartner-Experten, welche Innovationen ihrer Ansicht nach bald für Furore sorgen werden und - wichtiger noch - wieviel Substanz hinter den umjubelten Neuerungen steckt. Für ihren aktuellen Report haben sie 36 Technologiefelder und deren Marktreife bewertet. Die Prognosen stoßen auf viel Interesse. Vor allem bei Unternehmen, die die Informationen für ihre Organisation und Investitionsplanung nutzen. Auch für Zahnärzte sind einige Denkanstöße dabei. Vom Hype zur Marktreife Technische Innovationen durchlaufen laut Hype Cycle fünf Phasen: Am Anfang steht der Durchbruch der Innovation, der durch großes Medienecho den Hype auslöst. Die Publicity führt zu übersteigerten Erwartungen, denen nur wenige Anwendungen der neuen Technologie gerecht werden können. Die meisten scheitern. In der dritten Phase folgt die Ernüchterung. Die Entwicklung hält nicht mit dem Hype schritt, verliert an Anziehungskraft und verschwindet aus den Medien ins "Tal der Desillusionierung", wie es im Gartner-Jargon heißt. Doch das bedeutet keineswegs das Ende. Während das Medienecho abklingt, werden Misserfolge und positive Aspekte der Neuerung auf Fachseite ausgewertet und weiterentwickelt. Die Bemühungen tragen in der fünften Phase Früchte: Die Technologie hatte Zeit zu reifen und kann sich in ihrer zweiten und dritten Generation etablieren. Technologien wie das Semantische Web oder Tera-Architekturen - miteinander verknüpfte, schnell vergrößerbare Rechenzentren - brauchen laut Gartner noch zehn Jahre, bis sie in
Die Spitzenreiter Die tiefgreifendsten Veränderungen erwartet Gartner auf dem Gebiet der Web 2.0-Anwendungen. Clevere Chefs sollten in den kommenden zwei Jahren Elemente der interaktiven Technologie in die Arbeitsabläufe ihrer Unternehmen integrieren, empfehlen die IT-Experten. Mithilfe sozialer Netzwerke, Wikis - kollektiv gepflegte Wissenssammlungen - und Blogs könne die Belegschaft zur effizienteren Zusammenarbeit animiert werden. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Mitarbeiter stärker partizipieren, wenn sie Inhalt und Qualität von Datenbanken eigenverantwortlich überwachen. Auf zentrale Steuerung zu verzichten, ist dabei nach Ansicht der Analysten entscheidend für den Erfolg. Nur so könne man hierarchische Strukturen aufbrechen und schneller zu Ergebnissen kommen. Gartner rät Unternehmern, diese Tools an einzelnen Arbeitsplätzen zu erproben und gleichzeitig Sicherheitsstrategien gegen Missbrauch zu entwerfen. Kontrolle und Freiheiten sollten sich dabei aber die Waage halten, um nicht zu verhindern, dass Synergien entstehen. Mashups sind nach Angaben der Analysten ein weiteres vielversprechendes Tool. Dabei wird bereits bestehender Content auf einer neuen Webseite miteinander verknüpft beziehungsweise vermischt. Aus alten Inhalten entsteht - wie bei einer Kollage - ein neuer Sinnzusammenhang. Zahnärzte, die eine eigene Webseite haben, können sich dieses Prinzip zu Nutze machen. Zum Beispiel, indem sie den Standort ihrer Praxis durch eine Verknüpfung mit Google Maps anzeigen oder auf medizinische Ratgeberseiten zugreifen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt - wie die Menge der Daten im Netz. Susanne Theisen Freie Journalistin in Köln SusanneTheisen@gmx.net zm 97, Nr. 18, 16. 09. 2007, Seite 122-123 |
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