1. Januar
2010 - Im Vorfeld seiner Herbstdelegiertentagung 2009 Anfang Dezember in
Frankfurt am Main lud der Verband
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VDZI-Vizepräsident Breuer,
Präsident Schwichtenberg und Generalsekretär Winkler zusammen mit
Pressesprecher Gerald Temme beim Pressegespräch (v.l.n.r.) |
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Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) zu
einem Fachpressegespräch. Im Mittelpunkt: die Koalitionsvereinbarungen.
Sechs Punkte standen im Zentrum der Forderungen der Zahntechniker an die
Politik.
"Ja" zum Prinzip der Freiberuflichkeit des Zahnarztes und
"Nein" zu seiner Vergewerblichung - so lautete die Quintessenz der
Zahntechniker in Frankfurt am Main. Auch das Prinzip der
Qualitätssicherung durch Qualifikation bei Zahnarzt und
Zahntechnikermeister werde unterstützt. Sechs zentrale Positionen zur
Zahnersatzversorgung verabschiedeten die Delegierten auf ihrer Herbsttagung.
VDZI-Präsident Jürgen Schwichtenberg erläuterte die
Kernforderungen der Zahntechniker an die Gesundheitspolitik vor der Presse:
Der VDZI
plädiert für eine generelle Versicherungspflicht für
Behandlungen mit Zahnersatz und lehnt eine Ausgrenzung der Zahnersatzversorgung
aus der GKV ab. Insbesondere vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung
müsse eine gute Zahnersatzversorgung als integraler Bestandteil einer
medizinischen Basisversorgung angesehen werden.
Leistungsfeindliche Vertragssysteme in der Zahnersatzversorgung sollen laut
VDZI ausgeschlossen werden. Damit wehrt sich der Verband entschieden gegen
Selektivverträge.
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BEB
Zahntechnik ® |
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BEB Zahntechnik® ist ein vom
VDZI entwickeltes umfassendes versicherungsunabhängiges Fach-
verzeichnis für zahntechnische Leistungen. Es dokumentiert die
Leistungsvielfalt der Zahnersatzversorgung. Das Handbuch erscheint in
überarbeiteter Auflage im Januar 2010. Die Software zur
bundeseinheitlichen Benennungsliste wurde aktualisiert und liegt nun mit
Planzeiten und Zeitwerten vor.
Details zum
Bezug unter: www.bebzahntechnik.de |
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Der VDZI stehe zu einem kollektivvertraglichen
System für die Regelversorgung. Der VDZI wolle in der Politik engagiert
für eine Änderung des §73 c SGB V kämpfen, damit weder
Zahnärzte noch Zahntechniker solche Verträge abschließen
dürfen. Der VDZI hatte vor Kurzem gemeinsam mit der KZBV, dem BFB und dem
Zentralverband des Deutschen Handwerks diese Position gegenüber Kanzlerin
Angela Merkel vertreten.
Die
Fortschreibung der bundeseinheitlichen durchschnittlichen Preise für
zahntechnische Leistungen sollen sich laut VDZI an der Inflations- und
Kostenentwicklung des personalintensiven Gesundheitshandwerks orientieren.
Eine
Mehrwertsteuererhöhung bei zahntechnischen Medizinprodukten lehnt der VDZI
ab, für Zahnersatz solle weiterhin der ermäßigte Steuersatz von
sieben Prozent gelten.
Der VDZI will
ein funktionsfähiges Wettbewerbsrecht im Gesundheitswesen durchsetzen und
plädiert für den fairen Interessenausgleich zwischen Krankenkassen
und Handwerk.
Qualitätssicherung und Patientenschutz vor Ort sollen durch die Stellung
des Zahntechnikermeisters im Gesundheitswesen gestärkt werden.
Abgekoppelt
Sorge bereitet den Zahntechnikern, dass die Preise für zahntechnische
Leistungen infolge der Bestimmungen in § 71 SGB V in den letzen 15 Jahren
völlig von der Wirtschafts- und Inflationsentwicklung abgekoppelt wurden.
Die negativen Folgen für das Handwerk skizzierte VDZI-Generalsekretär
Walter Winkler. Der VDZI schlage dem Gesetzgeber vor, dass das
durchschnittliche Preisniveau des BEL (Bundeseinheitliches
Leistungsverzeichnis)
jährlich im Rahmen der Inflations- und
Kostenentwicklung steigen dürfe. Dabei sollten die Einzelpreise der
BEL-Leistungen vom VDZI nach Aufwandskriterien selbstständig festgelegt
werden, eine vereinbarte durchschnittliche Preisniveauveränderung solle
nicht überschritten werden.
VDZI-Vizepräsident Uwe Breuer stellte abschließend den
Pressevertretern die Qualitätsoffensive QS-Dental vor. Mit der Dachmarke
"Q_AMZ - Allianz für Meisterliche Zahntechnik" wollen die
Meisterbetriebe der Innungen ihr Profil als qualitätsorientierter
Leistungspartner für die Zahnärzte schärfen. Mehr als 1 300
Betriebe setzten das Projekt bisher um, 250 davon seien auditiert, so Breuer.
pr
zm 100, Nr. 1, 01.01.2010, Seite 24
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