Zschadraß: viel Raum für die Zahnheilkunde |
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16. Oktober
2006 - Die umfangreiche Dentalsammlung aus Sachsen ist von Schloss
Colditz nach Zschadraß umgezogen. Hier in einer von drei in einer
wunderschönen Parkanlage gelegenen Villen aus dem Jahre 1890 sind auf 140
Die Sammlung wurde im Jahre 2000 auf Privatinitiative des Zahntechnikermeisters Andreas Haessler ins Leben gerufen. Sein Wunsch ist es, in Zukunft alle drei Villen für das Museum zu gewinnen. Die Geschichte der Zahnmedizin wird in diesen historischen Räumen von der Antike bis zur Gegenwart mit Objekten und wissenschaftlichen Dokumenten dem Besucher nahegebracht. Der reichen Sammlung von Gegenständen nur zur Zahnheilkunde ist hier sehr viel Raum gewidmet. Das älteste Exponat ist ein 2 300 Jahre alter Zahnstocher, der noch aus der römischen Zeit stammt. Neben ihm sind es eine große Kollektion an Instrumenten zur Zahnhygiene, Kariesbehandlung und Chirurgie sowie Beispiele für die frühe Prothetik, die den Besucher in die Entwicklung der historischen Zahnmedizin entführen. Komplett erhalten Ein komplett erhaltener Instrumentenkoffer und zahlreiche alte
Des Weiteren ist ein Labor aus der Epoche der ehemaligen DDR-Zeit ausgestellt. Hinzu kommen Phasen aus der Entwicklung einer Zahnarztpraxis vom Jahre 1885 bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dazu wird mittels eines kleinen Ensembles die Zahnbehandlung in der damaligen Zeit verdeutlicht: Es gibt einen Pumpstuhl für die Patienten, einen Metallmaterialschrank, den ersten gebauten stummen Assistenten, eine Emda-Einheit sowie einen Schrank, der Platz für 200 Instrumente bot und als Besonderheit von vier Seiten benutzt werden konnte. Aus den Kriegsjahren ist eine transportable Zahnarztpraxis neben Zahntechnikerarbeitsplätzen und der dazugehörigen Laboreinrichtung für die Herstellung von Zahnersatz und Kautschukprothesen aus den Jahren 1930 bis 1950 samt dem dazugehörigem Instrumentarium ausgestellt. Fachbibliothek Hervorzuheben sei auch die Fachbibliothek, die die gesamte Dokumentation zum Zahnmedizinstudium in der ehemaligen DDR, gekrönt durch die sogenannte "Blaue Reihe"
Dr. Wibke Knöner Tiergartenstraße 29 30559 Hannover Die Autorin ist Vorsitzende des Arbeitskreises Geschichte der Zahnheilkunde der DGZMK, einem freiwilligen Zusammenschluss von Zahnärzten und Wissenschaftlern, die sich mit der Geschichte der Zahnheilkunde befassen. Weitere Interessenten sind willkommen. Kontakt: E-Mail: wknoener@web.de, Tel: 0511/514637, Fax: 0511/5109623
zm 96, Nr. 20, 16.10.2006, Seite 104-106 |
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